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Südtirols Katholische Jugend (SKJ) vergibt seit 1988 jährlich den Jugendpreis an Personen, die durch ihren ehrenamtlichen Einsatz in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit Vorbild für die heutige Jugend sein können. Bei der Mitgliederversammlung am 5. Juni wird Christoph Hasler aus Stilfes bei Freienfeld den Preis entgegennehmen. SKJ hat im Vorfeld ein Interview mit ihm geführt.

  1. SKJ: „Du hast schon in verschiedenen Funktionen mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet. Wie bist du zur Kinder- und Jugendarbeit gekommen?“

Christoph Hasler: Wahrscheinlich durch meine Eltern. Sie sind auch in der Pfarrei aktiv und waren lange Zeit in der Jugendarbeit tätig. Gestartet bin ich als Ministrantenleiter in Stilfes mit Unterstützung meiner Mutter. Dann hat sich alles so entwickelt: Es kam die Jugendgruppe dazu und der Pfarrgemeinderat.

  1. SKJ: „Du hast die SKJ-Ortsgruppe Stilfes gegründet. Was hat dich motiviert eine Ortsgruppe zu gründen?“ 

Christoph Hasler: Es kamen Jugendliche auf mich zu, weil ich als Jugendvertreter im Pfarrgemeinderat saß. Sie haben einen Raum gesucht, wo sie gemeinsam etwas machen können und dann ist auch das Element SKJ im Raum gestanden. Wir haben uns dann entschieden eine SKJ-Ortsgruppe zu gründen. Die Motivation war und ist, dass Jugendliche eine Möglichkeit haben, sich zu entfalten, Spaß zu haben und sie so geschätzt werden, wie sie sind: ohne Leistungsdruck Gemeinschaft erleben zu können und auch der Glaube spielte eine immer größere Rolle.

  1. SKJ: „Welche Aktionen und Erlebnisse sind dir besonders in Erinnerung geblieben?“

Christoph Hasler: Wir haben im Ausschuss immer versucht jedes Jahr ein abwechslungsreiches Programm zu organisieren. Manche Aktionen sind schon Fixpunkte, wie z.B. das Broomballturnier, die Spielenachmittage für Familien im Vereinshaus von Stilfes, die Werwolf- und Filmabende und sicher auch die Jugendmessen. Wir haben auch ein Kreuz gestaltet und durften es im Naherholungsgebiet Rofis aufstellen und dort erinnert es immer wieder an unsere Aktionen und an unsere Gemeinschaft. Eine größere Aktion war sicher die Berlin-Fahrt. Da konnte man die Jugendlichen von einer anderen Seite kennenlernen. Das war ein tolles Erlebnis. 

  1. SKJ: „Du bist im Pfarrgemeinderat von Stilfes tätig. Wie kam es dazu?“ 

Christoph Hasler: Die Jugendvertreterin im Pfarrgemeinderat hat mich damals gefragt. Ich war schon Ministantenleiter und dann auch für die SKJ-Ortsgruppe verantwortlich. Wir waren damals zu zweit und darüber war ich sehr froh. So war es einfacher in dieses neue Ehrenamt hineinzuwachsen und in der Pfarrei mitzuwirken.

  1. SKJ: „Oft hört man, dass es als Jugendlicher nicht leicht ist im Pfarrgemeinderat neue Ideen einzubringen. Wie erlebst du das?“

Christoph Hasler: Ja, das hab ich auch schon gehört und ein bisschen erlebt. Ich muss aber schon sagen, dass wir sehr wohl geschätzt wurden, ernst genommen und gehört wurden. Es braucht oft einfach ein bisschen Zeit. Es hängt auch davon ab, wie die Dinge präsentiert werden. Manchmal hilft es auch einfach Taten sprechen zu lassen und nicht nur zu reden. Dann sehen alle, dass es auch funktioniert. Je mehr junge Menschen in diesem Gremium vertreten sind, umso einfacher ist es. Es sollte einfach eine gute Mischung zwischen erfahrenen und jungen Menschen sein – für ein gutes Miteinander. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass junge Menschen in einem Pfarrgemeinderat vertreten sind und mitgestalten.

  1. SKJ: „Wie wichtig sind dir die drei Säulen von Südtirols Katholischer Jugend?“

Christoph Hasler: – Solidarisch sein: Ist ein Wert, der sehr wichtig ist in meinem Leben. Auch in meinem Beruf als Lehrer versuche ich das weiterzugeben. 

Jung sein: Ich fühle mich noch nicht so alt wie ich bin. Das hängt sicher damit zusammen, dass ich mit jungen Menschen arbeite und sie haben eine besondere Energie und diese übertragen sie auf mich. Und es ist mir sehr wichtig, dass ich mir das beibehalte. 

Christ sein: Den Glauben hab ich nicht nur durch Südtirols Katholische Jugend erfahren, sondern auch durch die Familie, durch den Besuch der Gottesdienste. Der Glaube gibt mir ganz viel Kraft und positive Energie. Gott ist eine Kraftquelle und das merkt man jeden Tag.

  1. SKJ: „Du hast den Escape Room in Kastelruth eröffnet. Was begeistert dich daran?“Christoph Hasler: Den Escape Room habe ich mit meiner Freundin eröffnet. Ohne sie hätte ich das nicht geschafft, das war eine Teamarbeit. Wir haben uns gut ergänzt. Es war super gemeinsam Rätsel zu entwickeln, gemeinsam zu Brainstormen und zu knobeln. Toll ist es auch die Gruppen zu begeistern, wenn sie aus dem Raum kommen und ein Lachen im Gesicht haben. Wenn sie in der Gruppe Spaß haben und es gemeinsam zum Ziel schaffen. Diese Begeisterung zu sehen ist einfach toll.

    Christoph Hasler: Es ist ein wichtiger Teil meines Lebens, der mir Energie gibt und nicht raubt. Ich lerne dadurch Kreativität kennen und Gemeinschaft. Ich lernte positiv und miteinander die Dinge anzugehen.

    Christoph Hasler: Zuerst war ich sprachlos. Als ich das dann wirklich realisiert habe, empfand und empfinde ich es als große Ehre. Dieser Preis steht aber auch für alle anderen in der Pfarrei Stilfes, ohne sie wäre das alles nicht möglich gewesenSKJ: „Was gibt dir dein ehrenamtliches Engagement?

    Christoph Hasler: Es ist ein wichtiger Teil meines Lebens, der mir Energie gibt und nicht raubt. Ich lerne dadurch Kreativität kennen und Gemeinschaft. Ich lernte positiv und miteinander die Dinge anzugehen.

    SKJ: „Freust du dich den Jugendpreis entgegenzunehmen?Christoph Hasler: Zuerst war ich sprachlos. Als ich das dann wirklich realisiert habe, empfand und empfinde ich es als große Ehre. Dieser Preis steht aber auch für alle anderen in der Pfarrei Stilfes, ohne sie wäre das alles nicht möglich gewesen.

Von HITRADIO SÜDTIROL

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