Wie stehen Sie zu der Vorstellung, vier Tage zu arbeiten und anschließend drei Tage frei zu haben? Wir würden gerne Ihre Meinung dazu erfahren.

Mehrere europäische Länder führen derzeit Pilotprojekte zur 4-Tage-Woche durch. Dabei wird untersucht, ob dieses Modell sowohl für Unternehmen als auch für ihre Mitarbeiter erfolgreich umsetzbar ist. Viele dieser Projekte verzeichnen positive Ergebnisse. Was ist Ihre Meinung zur 4-Tage-Woche? Beteiligen Sie sich an unserer Umfrage des Tages!

Viele Menschen streben einen verbesserten Ausgleich zwischen Arbeit und Freizeit an. Die Idee, nur noch 4 Tage pro Woche zu arbeiten anstatt der üblichen 5, scheint eine vielversprechende Lösung zu sein. Eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung ergab, dass ganze 81 Prozent der Befragten in Deutschland die Einführung der 4-Tage-Woche befürworten.

Die Frage bleibt jedoch, ob dieses Arbeitsmodell sowohl für Angestellte als auch für Unternehmen funktioniert. Pilotprojekte in zahlreichen europäischen Ländern haben positive Ergebnisse erbracht, aber die tatsächliche Umsetzbarkeit und die Auswirkungen auf die Produktivität müssen noch umfassend untersucht werden.

Probephase in verschiedenen Ländern

In Großbritannien haben im Jahr 2022 61 Unternehmen ein Pilotprojekt zur 4-Tage-Woche durchgeführt. Von diesen beabsichtigten 54 Unternehmen, das Arbeitszeitmodell beizubehalten, so berichtet die ARD.

In Deutschland starteten Anfang Februar 45 Unternehmen ein Pilotprojekt zur 4-Tage-Woche. Die Angestellten arbeiten dabei sechs Monate lang nach dem 100-80-100-Prinzip: Sie erbringen 100 Prozent Leistung bei 80 Prozent Arbeitszeit und erhalten weiterhin 100 Prozent ihrer Bezahlung.

Ähnliche Experimente wurden auch in anderen Ländern wie Schottland, Finnland, Spanien und Schweden durchgeführt. Dabei wurde eine Steigerung des Umsatzes für die Unternehmen sowie eine Verringerung der Krankheitsrate bei den Mitarbeitern festgestellt. Darüber hinaus sank die Zahl der Kündigungen, wie von „MDR Wissen“ berichtet wurde.

„Belgien und Island: Vorreiter der 4-Tage-Woche“

In Belgien und Island haben Arbeitnehmer seit November 2022 die Wahl, ob sie an vier oder fünf Tagen pro Woche arbeiten möchten. Die wöchentliche Arbeitszeit bleibt dabei unverändert, lediglich die Verteilung der Arbeitstage ändert sich. Diese Maßnahme, bei der das Gehalt unberührt bleibt, zielt darauf ab, den Menschen und Unternehmen mehr Flexibilität bei der Gestaltung ihrer Arbeitszeit zu ermöglichen, erklärt der belgische Premierminister Alexander de Croo.

Auch in Italien gibt es erste Ansätze zur Einführung einer 4-Tage-Woche. Lamborghini, ein führender Autobauer, führte im Dezember 2023 als erster europäischer Hersteller eine verkürzte Arbeitswoche ein. Diese umfasst eine abwechselnde Struktur von fünf und vier Arbeitstagen für Mitarbeiter, die in zwei Schichten (morgens und nachmittags) und in der Mittelschicht arbeiten. Durch dieses Modell sollen insgesamt 22 Arbeitstage pro Jahr eingespart werden, wie aus dem Abkommen zwischen dem Unternehmen mit Sitz im italienischen Sant’Agata Bolognese und den Gewerkschaften hervorgeht.