Projekt NEST: Wege zu einem nachhaltigen Ernährungssystem in Südtirol

Südtirol sucht nach Wegen für eine umweltfreundlichere und regionale Lebensmittelversorgung. Das von Eurac Research und IDM Südtirol vorgestellte Projekt NEST zeigt auf, wie die Zusammenarbeit von der Landwirtschaft bis zur Gastronomie konkret gestärkt werden kann.

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Foto: LPA/Fabio Brucculeri

Wie kommt das Essen in Südtirol künftig nachhaltiger vom Feld auf den Teller? Mit dieser Frage befasst sich das Projekt „NEST – Nachhaltiges Ernährungssystem Südtirol“. Im Auftrag des Landes Südtirol hat Eurac Research in enger Kooperation mit der IDM Südtirol konkrete Handlungsempfehlungen erarbeitet, die nun in Bozen vorgestellt wurden. Im Mittelpunkt steht das Ziel, regionale Kreisläufe zu fördern und Angebot und Nachfrage entlang der gesamten Wertschöpfungskette besser aufeinander abzustimmen.

Laut Landeshauptmann Arno Kompatscher stehe man bei der regionalen Versorgung oft vor einem klassischen Henne-Ei-Problem: Während die landwirtschaftlichen Produzentinnen und Produzenten Planungssicherheit bei der Abnahme ihrer Erzeugnisse benötigen, sind die Betriebe in der Gastronomie auf ein verlässliches und konstantes Angebot angewiesen. Um diese Lücke zu schließen, brauche es passende Rahmenbedingungen und eine engere Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Verarbeitung, Großhandel und Gastronomie.

Als Lösungsansatz präsentierten die Forschenden vier zentrale Handlungsfelder. Eine Schlüsselrolle soll dabei künftig eine gezieltere Koordination spielen: Eine zentrale Anlaufstelle sowie sogenannte „Kümmerer“ sollen die Vernetzung, Planung und Kommunikation der beteiligten Akteure aktiv unterstützen. An der Vorstellung der Ergebnisse und Praxisbeispiele nahmen neben dem Landeshauptmann unter anderem auch Eurac-Präsident Roland Psenner, IDM-Präsident Hansi Pichler sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter von Eurac, IDM und dem Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) teil.