Ein neues Pilotprojekt in Südtirol zur besseren Verwertung von organischen Abfällen zieht eine positive Zwischenbilanz. Ziel der Initiative ist es, den Bioabfallkreislauf lokal zu schließen und aus Küchen- und Gartenabfällen wertvollen Kompost für die heimische Landwirtschaft zu gewinnen.

Das Land Südtirol treibt die Kreislaufwirtschaft weiter voran: Ein kürzlich gestartetes Pilotprojekt zur Optimierung der Bioabfallsammlung und -verwertung zeigt erste vielversprechende Erfolge. Im Fokus der Initiative steht das Ziel, die Qualität des gesammelten organischen Abfalls zu verbessern und Verunreinigungen durch Fremdstoffe wie Plastik zu reduzieren. Nur durch sortenreinen Bioabfall kann am Ende ein hochwertiger Kompost entstehen, der in der Südtiroler Landwirtschaft als natürlicher Dünger eingesetzt wird.
Wie die Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz mitteilt, konnte die Fehlwurfquote in den beteiligten Testgemeinden durch gezielte Informationskampagnen und den Einsatz von optimierten Sammelsystemen bereits deutlich gesenkt werden. Die Bürgerinnen und Bürger wurden intensiv darüber aufgeklärt, welche Materialien in die Biotonne gehören und welche Alternativen es für andere Abfälle gibt. Das gesammelte Material wird anschließend in den lokalen Kompostieranlagen des Landes zu einem nährstoffreichen Dünger verarbeitet, der wiederum den Böden in der Region zugutekommt – ein gelungenes Beispiel für einen funktionierenden regionalen Kreislauf.
Umweltlandesrat Peter Brunner zeigte sich erfreut über die positive Entwicklung und das hohe Engagement der Bevölkerung. Das Pilotprojekt beweise, dass durch Aufklärung und verbesserte Trennsysteme ein essenzieller Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz geleistet werden könne. Aufgrund der erfolgreichen ersten Testphase ist nun geplant, die bewährten Maßnahmen schrittweise auf weitere Gemeinden in ganz Südtirol auszuweiten und das Bewusstsein für die Bedeutung eines geschlossenen Bioabfallkreislaufs weiter zu stärken.
