Preisanstieg an der Zapfsäule: Südtirol liegt an der Spitze

Tanken wird immer teurer. Im italienweiten Vergleich müssen Autofahrer in Südtirol aktuell am tiefsten in die Tasche greifen.

Die Kraftstoffpreise kennen derzeit nur eine Richtung: nach oben. Wer dieser Tage an die Zapfsäule fährt, muss sich auf böse Überraschungen einstellen. Besonders hart trifft es Autofahrerinnen und Autofahrer in Südtirol, denn die autonome Provinz verzeichnet im gesamtstaatlichen Vergleich aktuell die höchsten Spritpreise.

Die Preisspirale bei Benzin und Diesel dreht sich spürbar weiter. Laut aktuellen Daten von Verbraucherschützern und Branchenverbänden haben die durchschnittlichen Literpreise in Südtirol ein neues Hoch erreicht. Während in vielen anderen Regionen Italiens noch etwas moderatere Tarife gelten, rangiert Südtirol unangefochten an der Spitze der Preisskala.

Als Gründe für die teuren Tankfüllungen führen Experten eine Kombination aus verschiedenen Faktoren an. Zum einen schlagen die gestiegenen Rohölpreise auf dem Weltmarkt sowie höhere allgemeine Transport- und Logistikkosten auf die Endverbraucher durch. Zum anderen spielen auch lokale Gegebenheiten eine gewichtige Rolle: Die Topografie des Berglandes macht die Belieferung der teils abgelegenen Tankstellen aufwendiger und kostenintensiver. Zudem ist das allgemeine Preisniveau in der Provinz traditionell höher als im restlichen Staatsgebiet.

Für Pendler, Familien und lokale Transportunternehmen entwickelt sich die Situation zunehmend zu einer massiven finanziellen Belastung. Verbraucherschutzvereine zeigen sich besorgt und fordern angesichts der Preissteigerungen bereits ein Eingreifen der Politik – etwa durch eine gezielte Kontrolle der Preisbildung oder Entlastungsmaßnahmen für jene, die zwingend auf das Auto angewiesen sind.

Bis sich die Lage auf dem Kraftstoffmarkt entspannt, bleibt den Südtiroler Autofahrern vorerst nur der genaue Preisvergleich bei den verschiedenen Tankstellen – oder, wo es der Alltag zulässt, der verstärkte Umstieg auf Fahrgemeinschaften und öffentliche Verkehrsmittel.