Landesrat Achammer trifft Universitätsministerin Bernini in Rom

Im Mittelpunkt des Arbeitsgesprächs standen die Anerkennung von ausländischen Studientiteln, die Ärzteausbildung und die Weiterentwicklung der Freien Universität Bozen.

Three professionals smiling for a photo indoors, standing in front of a large window with an ornate design, surrounded by plants.
Foto: LPA/Renè Ploner

Um zentrale Anliegen der Südtiroler Hochschul- und Bildungspolitik auf höchster politischer Ebene voranzubringen, hat sich Landesrat Philipp Achammer in Rom mit der italienischen Ministerin für Universität und Forschung, Anna Maria Bernini, getroffen. Das konstruktive Arbeitsgespräch drehte sich um mehrere Dauerbrenner, die für den Wissenschafts- und Arbeitsstandort Südtirol von enormer Wichtigkeit sind.

Ganz oben auf der Tagesordnung stand das komplexe Thema der Anerkennung ausländischer Studientitel. Für viele junge Südtirolerinnen und Südtiroler, die ihr Studium im österreichischen oder deutschen Ausland absolvieren, sind die bürokratischen Hürden bei der Rückkehr nach Italien oft noch zu hoch. Achammer drängte bei Ministerin Bernini auf vereinfachte und schnellere Verfahren, damit gut ausgebildete Akademikerinnen und Akademiker rascher und unkomplizierter in den heimischen Arbeitsmarkt – insbesondere in den öffentlichen Dienst – integriert werden können.

Ein weiteres wichtiges Thema des Treffens war die Ausbildung von Medizinerinnen und Medizinern. Vor dem Hintergrund des spürbaren Ärztemangels betonte der Landesrat die Notwendigkeit, die Facharztausbildung in Südtirol weiter zu stärken und die Zusammenarbeit mit den Universitäten im benachbarten Ausland rechtlich gut abzusichern. Es brauche flexible und maßgeschneiderte Lösungen, um dem medizinischen Nachwuchs bestmögliche Bedingungen zu bieten und die Gesundheitsversorgung in der Autonomen Provinz langfristig zu garantieren.

Darüber hinaus tauschten sich Achammer und Bernini über die strategische Weiterentwicklung und Finanzierung der Freien Universität Bozen (unibz) aus. Die Ministerin lobte die mehrsprachige und internationale Ausrichtung der Hochschule als wichtiges Modell. Beide Seiten bekräftigten abschließend ihren Willen, die gute und bewährte Zusammenarbeit zwischen dem Land Südtirol und dem römischen Ministerium konsequent fortzusetzen, um Forschung, Lehre und Innovation auf hohem Niveau weiter zu fördern.