Verlässlichkeit für den Familienalltag: Neue Kriterien sichern die Nachmittagsbetreuung in Südtirol

Mit einem Budget von 5,5 Millionen Euro und klaren Qualitätsvorgaben sorgt das Land dafür, dass Eltern aufatmen können und Kinder nach der Schule gut aufgehoben sind.

A teacher smiling and engaging with two young students holding craft materials in a classroom setting, with other children working in the background.
Foto: LPA/Hannes Wisthaler

Für viele berufstätige Eltern in Südtirol ist die Organisation des Alltags ein ständiger Balanceakt: Wenn die Schulglocke mittags läutet, der eigene Arbeitstag aber noch Stunden dauert, braucht es verlässliche Lösungen. Um Familien bei dieser täglichen Herausforderung den Rücken zu stärken, hat die Landesregierung nun neue Richtlinien für die außerschulische Nachmittagsbetreuung beschlossen. Damit ist die Finanzierung und Qualität der Angebote für das kommende Schuljahr 2026/27 gesichert.

Hinter dem bürokratischen Begriff der „neuen Kriterien“ verbirgt sich für viele Mütter und Väter eine sehr greifbare Erleichterung. Es geht um die Gewissheit, dass die eigenen Kinder nach dem Unterricht nicht nur sicher betreut sind, sondern auch Hilfe bei den Hausaufgaben bekommen und den Nachmittag sinnvoll mit Gleichaltrigen verbringen. Landesrätin Rosmarie Pamer brachte es auf den Punkt: Familien brauchen im Alltag feste, verlässliche Strukturen, um Beruf und Privatleben überhaupt unter einen Hut zu bekommen. Genau hier setzen die neuen Vorgaben an, um spürbar zu entlasten.

Planungssicherheit für Betreuer und Familien

Um diese Strukturen aufrechtzuerhalten, stellt das Land für das Jahr 2026 insgesamt 5,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel werden über die Familienagentur vergeben und fließen direkt an jene, die die wertvolle Arbeit vor Ort leisten: Gemeinden, ehrenamtliche Vereine und gemeinnützige Genossenschaften.

Zwischen Mai und dem 31. August können diese Trägerorganisationen nun um die Beiträge ansuchen. Das gibt ihnen die dringend benötigte Planungssicherheit, um rechtzeitig geeignetes Personal zu finden und die Programme auf die Beine zu stellen. Gleichzeitig knüpft das Land die Gelder an definierte Qualitätsstandards. Für Eltern ist das ein wichtiges Signal: Sie geben ihre Kinder nicht einfach nur ab, sondern wissen sie in einem pädagogisch begleiteten, guten Umfeld.

Ein direkter Beitrag zur Lebensqualität

Die neuen Kriterien und die gesicherte Finanzierung sind somit mehr als nur ein formeller Regierungsbeschluss. Sie sind ein Fundament für das familiäre Zusammenleben im Land. Wenn das Wissen da ist, dass die Kinder auch am Nachmittag gut versorgt sind, sinkt der Stresspegel bei der Arbeit spürbar – ein Stück organisatorische Ruhe, von der am Ende der gesamte Familienalltag profitiert.