Neue Kostenaufteilung für Nationalparkhäuser im Stilfserjoch-Nationalpark05 / 12 / 2024
Die Landesregierung Südtirols hat in Zusammenarbeit mit fünf Gemeinden ein neues System zur Finanzierung der Nationalparkhäuser im Südtiroler Teil des Nationalparks Stilfserjoch beschlossen. Die betroffenen Einrichtungen – aquaprad (Prad am Stilfserjoch), avimundus (Schlanders), culturamartell (Martell), lahnersäge (Ulten) und naturatrafoi (Stilfs) – haben eine zentrale Rolle in der Besucherinformation und der Umweltbildung.

Neues Finanzierungsmodell
Das ab dem 1. Januar 2025 gültige System kombiniert mehrere Ansätze zur Kostenverteilung:
- Pauschale Kostenbeteiligung: Das Land übernimmt 70 % der laufenden Betriebskosten.
- Spezifische Rückvergütungen:
- Personalkosten werden vollständig (100 %) übernommen, sofern diese vorab vereinbart wurden.
- Kosten für ordentliche Instandhaltungen werden zu bis zu 70 % erstattet.
- In beiden Fällen muss die jeweilige Gemeinde die Kosten vorfinanzieren.
Diese Änderungen zielen darauf ab, die Verwaltungskosten zu vereinfachen und die Zusammenarbeit zwischen Land und Gemeinden effizienter zu gestalten.
Hintergrund und Bedeutung
Die Nationalparkhäuser erfüllen wichtige Aufgaben:
- Sie bieten Informationsdienste für Besucherinnen und Besucher.
- Sie fördern die Umweltbildung für Schulen und die breite Öffentlichkeit.
Die Gebäude selbst sind im Besitz der Gemeinden, wodurch die enge Zusammenarbeit zwischen Land und lokalen Behörden unerlässlich ist.
Stimmen zur neuen Regelung
- Landesrat Peter Brunner, zuständig für den Nationalpark Stilfserjoch, betont: „Das neue System vereinfacht den gesamten Prozess und fördert die Zusammenarbeit im Interesse des Landes und der Gemeinden.“
- Die Gemeinden haben der Vereinbarung bereits im Vorfeld zugestimmt und begrüßen die klaren Regelungen zur Kostenaufteilung.
Die Neuerungen werden es ermöglichen, den Betrieb der Nationalparkhäuser langfristig abzusichern und deren wichtige Rolle für Bildung und Naturschutz weiter zu stärken.
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