Il Sole 24 ore als Medienmachtspiel im Gericht10 / 02 / 2025
Die Anträge zur Annullierung des Ausschreibungsverfahrens vom Ministerium für Infrastruktur und Verkehr, die von Branchenakteuren ohne Bezug zu unseren Gemeinschaften vorgebracht wurden, sind für uns schwer verständlich, potenziell schädlich und widersprechen unseren kollektiven Interessen. Dies äußern die kommunalen Vertreter der von der A22 des Brenners betroffenen Gebiete in einem Schreiben an die Sole 24 Ore, in dem die Vergabe einer fünfzigjährigen Konzession diskutiert wird. Unterzeichner sind unter anderem die Präsidenten der autonomen Provinzen Bozen und Trient, Arno Kompatscher und Maurizio Fugatti, sowie der Provinzen Verona, Modena, Mantua und Reggio Emilia, sowie die Bürgermeister der Hauptstädte und die Handelskammern. Die Unterzeichner betonen, dass die Vergabe entscheidend ist, da die hohen Verkehrsaufkommen vor allem die betroffenen Gebiete belasten, die sich in einem empfindlichen alpinen Raum befinden. Sie erinnern daran, dass die Gebiete, die die Brennerautobahn AG gegründet und finanziert haben, dies vor 65 Jahren ohne staatliche Unterstützung taten und die Autobahn heute strategisch für Italien und Europa ist. Ein Modell, das sich nur auf die Verwaltung des Bestehenden konzentriert, ist nicht akzeptabel. Die für Ende 2024 geplante Ausschreibung sieht über 10 Milliarden Euro an Investitionen vor und enthält ein umstrittenes Tarifsystem. Die Verantwortlichen erklären, dass dieses System darauf abzielt, Mautgewinne in gemeinwohlorientierte Investitionen umzuwandeln und ein hohes Risiko für den Konzessionär darstellt. Die Bürgermeister und Präsidenten glauben, dass dies nicht gegen das Prinzip der Gerechtigkeit verstößt, sondern im Gegenteil, ein gerechtes Modell fördert, das die Interessen der Bürger und Nutzer über die der Aktionäre stellt.
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