Obdachlosigkeit27 / 08 / 2025
In Bozen, Brixen, Bruneck, Leifers und Meran werden 240 Winternachtquartiere ab dem 1. November bis zum 15. April eingerichtet. Davon sind 40 Plätze Notaufnahmeplätze. Die Verteilung ist wie folgt: Bozen (70 Plätze), Meran (45 Plätze, davon 25 für Frauen), Brixen (20 Plätze), Bruneck (20 Plätze) und Leifers (20 Plätze). Zudem gibt es 25 Plätze im Projekt Dormizil in Bozen. Die Südtiroler Landesregierung hat sich am 26. August mit der Sicherstellung der Plätze in Nachtquartieren befasst.
„Es geht vor allem darum, menschenwürdige und humane Übergangsbedingungen für Menschen in sozialen Notlagen zu bieten“, sagt Landesrätin Pamer. Sie hatte in den vergangenen Wochen sich mit Vertretungen der genannten Gemeinden getroffen und gemeinsam an der Neuverteilung der Plätze gearbeitet.
Denn die Zuständigkeit für den Bereich Obdachlosigkeit liegt bei den Gemeinden, das Land unterstützt durch die Finanzierung von Diensten. Im Vorjahr wurden insgesamt 2,8 Millionen Euro dafür bereitgestellt. Diese flossen unter anderem in die (Winter-)Nachtquartiere in Bozen, Meran, Brixen, Bruneck und Leifers. Finanziert wurden zudem Streetworkerdienste sowie das Arztmobil und das Hygienezentrum in Bozen. Hinzu kommt die Finanzierung von anderen Diensten, wie einem Mensadienst oder eine Kurzzeitaufnahme für Obdachlose mit gesundheitlichen Problemen.
Die Landesregierung hat die „Leitlinien für die Aufnahme in den Winternachtquartieren“ genehmigt, die vom Amt für Kinder- und Jugenschutz sowie von Organisationen des Dritten Sektors und öffentlichen Körperschaften erstellt wurden. Darin steht, dass die Namen der aufgenommenen Personen täglich der Quästur von Bozen oder den zuständigen Carabinieri-Stationen gemeldet werden müssen. Gewalttätiges oder diskriminierendes Verhalten führt zum Ausschluss aus dem Quartier. Zudem muss in Einrichtungen mit mehr als 25 männlichen Bewohnern ein Sicherheitsdienst vorhanden sein. Nachts muss ein sozialer Notfalldienst (Kältetelefon) bereitgestellt werden.
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