RSV-Prävention greift: 90 Prozent weniger Spitalsaufenthalte bei Babys08 / 10 / 2025
Die Landesregierung führt die RSV-Prävention fort. Dank dieser Maßnahme ist die Zahl der schweren Atemwegserkrankungen bei Säuglingen um über 90 Prozent gesunken. Vor zwei Jahren lagen noch 190 Babys in Südtirol, teils auf der Intensivstation, wegen des Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV). Durch gezielte Prävention ist dies kaum noch der Fall. Die Krankenhausaufenthalte von Säuglingen haben sich dank der RSV-Schutzmaßnahmen stark reduziert. Am 7. Oktober wurde beschlossen, die erfolgreiche RSV-Präventionskampagne bis 2026 fortzuführen. Gesundheitslandesrat Messner sagte, dass weniger kranke Babys weniger Leid für Familien und weniger Druck auf die Krankenhäuser bedeuten. RSV kann gefährliche Atemwegsinfektionen bei Kindern unter zwei Jahren verursachen. Seit Herbst 2024 können Neugeborene mit dem Antikörper Nirsevimab geschützt werden, was eine einmalige prophylaktische Behandlung für die Wintersaison ist. Der Erfolg ist sichtbar: Im Winter 2023/2024 mussten 190 Kinder unter einem Jahr wegen RSV ins Krankenhaus, im Winter 2024/2025 nur noch 15. Auch auf den Intensivstationen ist die Situation besser geworden. In Südtirol ist das Risiko eines Krankenhausaufenthalts für Babys um 92 Prozent gesunken. Ab sofort läuft eine neue Kampagne bis zum 1. März 2026, in der die Verabreichung für Kinder, die nach dem 1. April 2025 geboren werden, kostenlos ist. Auch Kinder mit bestimmten gesundheitlichen Risiken können die Immunisierung gratis erhalten. Die Anmeldung für die Prophylaxe ist seit dem 30. September telefonisch möglich, und die Impfung erfolgt in Impfzentren oder bei Ärzten. Für 2025/2026 stehen 3.000 Dosen zur Verfügung, und das Land investiert 759.000 Euro in die Maßnahme. Die Teilnahme an der Kampagne ist freiwillig.
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