Psychologische Betreuung in Südtirol Breiter Ausbau geplant11 / 02 / 2026
Land baut die psychologische Unterstützung aus – mehr Angebote für Erwachsene sowie für Kinder und Jugendliche in Schulen. Psychische Gesundheit ist ein wichtiger Teil der Gesundheitsversorgung. Das Gesundheitsressort arbeitet an einem Konzept, um die Betreuung für Menschen mit psychischen Erkrankungen in Südtirol zu verbessern. Geplant sind vor allem zwei Maßnahmen: mehr Angebote für Erwachsene und mehr psychologische Unterstützung für Kinder und Jugendliche in Schulen. „Kinder und Jugendliche stehen zunehmend unter seelischem Druck“, sagt Landesrat Hubert Messner. Eine Studie zeigt, dass fast 40 Prozent der jungen Menschen psychische Belastungen haben. Daher werden an Südtirols Schulen die Stellen für Schulpsychologen verdoppelt. Diese Psychologen sind die ersten Ansprechpartner für Jugendliche, Lehrer und Eltern und helfen bei psychischen Problemen.
Auch für Erwachsene wird das psychologische Angebot bald erweitert. Zukünftig werden Psychologinnen und Psychologen in den neuen Gemeinschaftshäusern Beratung und Betreuung anbieten. Diese Häuser sind ein wohnortnahes Betreuungsnetz für alle Bürgerinnen und Bürger. Der erste Zugang kann ohne ärztliche Verschreibung erfolgen. „Die Gemeinschaftshäuser bieten einfachen Zugang zu qualifizierter Unterstützung. Die Integration der Basispsychologie bringt viele Vorteile“, erklärt Landesrat Messner. Das Konzept für die Basispsychologie wurde mit den beteiligten Diensten und Berufsgruppen entwickelt. Wichtig ist, die neuen Angebote in das bestehende Netzwerk der psychischen Gesundheit in Südtirol sowie in die Familienberatungsstellen einzubinden. Der Auftrag zur Integration der Basispsychologie in die Gemeinschaftshäuser wurde bereits an den Sanitätsbetrieb gegeben, so Messner. „Damit legen wir die Grundlage für ein nachhaltiges Modell der psychologischen Grundbetreuung in allen Landesteilen“, sagt der Landesrat.
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