Die Diskussion über einen besseren Abend- und Sonntagsverkehr in Gries nimmt Fahrt auf. Anlass dafür ist ein Beschlussantrag der Gemeinderätin Cornelia Brugger (Grüne), der diese Woche im Gemeinderat vorgestellt wurde. Darin wird die Ausweitung der SASA-Linie 1 in den Abendstunden sowie an Sonntagen gefordert.Viele Menschen in Gries – Familien, ältere Personen, Jugendliche – sind abends und an Sonntagen praktisch vom öffentlichen Nahverkehr abgeschnitten“, erklärt Brugger. „Gerade in einem dicht besiedelten Stadtviertel wie Gries ist das ein echtes Problem.“Der Antrag wurde bereits im Vorfeld bei den Haushaltsgesprächen vom Bürgermeister positiv aufgenommen. In der Gemeinderatssitzung am Dienstag sicherte die Stadtregierung zu, das Thema gemeinsam mit SASA und Land konkret anzugehen. Auf dieser Grundlage verzichtete Brugger darauf, den Antrag zur Abstimmung zu bringen.Mir geht es nicht um symbolische Abstimmungen, sondern darum, dass sich tatsächlich etwas verbessert“, so Brugger.Derzeit endet der reguläre Busbetrieb in mehreren Teilen von Gries bereits am frühen Abend. Seit der Einstellung der Nachtlinie M53 sind manche Bereiche des Viertels – darunter auch dicht bewohnte Zonen – nach 20 Uhr kaum mehr öffentlich erreichbar.Die nun in den Medien diskutierte Idee eines Rufbusses könne zwar ein interessantes ergänzendes Instrument sein, sagt Brugger. „Für ein großes Stadtviertel wie Gries braucht es aber vor allem eines: eine verlässliche, regelmäßige Busverbindung.“Viele Bewohnerinnen und Bewohner hätten sich in den vergangenen Monaten mit diesem Anliegen an sie gewandt. „Der Bedarf ist offensichtlich. Jetzt ist der Moment, gemeinsam mit Stadt, Land und SASA konkrete Lösungen auf den Weg zu bringen.“
