Ein solides Fundament,nennt es die SVP ,welches die Regierung Italien gerne missachtet.21 / 03 / 2026
Jubiläumsjahr 1946–2026: 80 Jahre Pariser Vertrag
Südtirol erinnert an ein wichtiges Jubiläum der Autonomiegeschichte – der Pariser Vertrag ist die völkerrechtliche Grundlage. Seit dem 20. März weist ein Banner am Landhaus 1 in Bozen auf das Jubiläumsjahr 2026 hin: Am 5. September 1946 wurde der Pariser Vertrag unterzeichnet, ein historischer Schritt zur Sicherung der Autonomie Südtirols.
Der Vertrag, unterzeichnet von den Außenministern Karl Gruber und Alcide De Gasperi, sollte der deutschsprachigen Bevölkerung in Südtirol Schutz und Entwicklung bieten.
Der Pariser Vertrag war der erste Schritt zur Autonomie, die Italien zugesichert hat. Die tatsächliche Umsetzung kam jedoch erst später: durch das „Paket“ 1969 und das Zweite Autonomiestatut von 1972, welches auch die ladinische Sprachgruppe rechtlich anerkannte, die im ursprünglichen Vertrag von 1946 nicht erwähnt wurde.
Der Pariser Vertrag ist bis heute das Fundament der Südtiroler Autonomie. Als internationales Abkommen sichert er die Rechte der Sprachgruppen und weist Österreich, als Vertragspartner, eine Schutzfunktion zu. Italien verpflichtet sich darin, die Muttersprache in Ämtern und Schulen zu garantieren und Südtirol eigene Gesetzgebungsbefugnisse zu übertragen. „Der Pariser Vertrag ist mehr als ein historisches Dokument – er ist die lebendige Grundlage unserer Autonomie, die kulturelle Identität und politische Selbstbestimmung schützt und vor einseitigen Einschränkungen bewahrt“, betont Landeshauptmann Arno Kompatscher.
Höhepunkte des Jubiläumsjahres
Das 80-jährige Jubiläum des Gruber-Degasperi-Abkommens wird 2026 mit einer Reihe von wissenschaftlichen und kulturellen Veranstaltungen begangen. Ein besonderer Höhepunkt wird der geplante Festakt am „Tag der Autonomie“ am 5. September 2026 im Kurhaus von Meran. Dazu werden die Staatsoberhäupter Italiens und Österreichs, Sergio Mattarella und Alexander Van der Bellen, erwartet.
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