Nach einer dreijährigen Pilotphase präsentieren die Bildungsverantwortlichen Erfahrungen und konkrete Unterstützungsangebote für den Schulalltag.

In den Klassenräumen treffen täglich die unterschiedlichsten Lernvoraussetzungen, Talente und Bedürfnisse aufeinander. Um in diesem vielfältigen Umfeld alle Kinder und Jugendlichen bestmöglich zu begleiten und gleichzeitig die Lehrkräfte in ihrer Arbeit zu stärken, hat das Land Südtirol in den vergangenen Jahren neue Konzepte für den inklusiven Unterricht erprobt. Am Montag, den 13. April, stellen die Verantwortlichen im Bozner Landhaus die Ergebnisse und die weiteren Schritte dieses Entwicklungsprozesses vor.
Anlass für die Präsentation ist der Abschluss einer dreijährigen Pilotphase. An ausgewählten Schulen im Land wurden in dieser Zeit verschiedene didaktische und beratende Modelle getestet, die darauf abzielen, den Unterricht flexibler und bedürfnisorientierter zu gestalten. Der Fokus lag dabei auf der Frage, wie Lernumgebungen so angepasst werden können, dass ein gemeinsames Lernen auch bei sehr unterschiedlichen individuellen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler gelingt.
Erkenntnisse aus der Praxis für die Praxis
Bei der anstehenden Pressekonferenz geben Bildungslandesrat Philipp Achammer und führende Vertreter der Pädagogischen Abteilung Einblicke in die gesammelten Erfahrungen. Neben dem Abteilungsdirektor Martin Holzner nehmen auch Anna Pfitscher, Direktorin des Amtes für Didaktik, und Hansjörg Unterfrauner, Direktor des Amtes für Beratung, an dem Termin teil.
Im Mittelpunkt des Treffens steht nicht nur die theoretische Ausrichtung, sondern vor allem die konkrete Unterstützung der Lehrpersonen im Klassenzimmer. Die pädagogische Begleitung im heutigen Schulalltag erfordert zunehmend differenzierte Methoden. Die Fachleute werden erläutern, welche Beratungs- und Hilfsangebote sich in der Praxis bewährt haben, um das pädagogische Personal bei dieser Aufgabe zu begleiten.
Ausweitung auf weitere Schulen
Ein zentrales Thema der Vorstellung wird zudem die künftige Ausrichtung sein. Die in den Pilotschulen entwickelten und erprobten Modelle sollen nicht isoliert bleiben, sondern schrittweise auf weitere Bildungseinrichtungen im ganzen Land übertragen werden. Damit soll langfristig ein landesweites Netzwerk an Unterstützungsangeboten entstehen, das den Schulen bei der Weiterentwicklung ihrer inklusiven Unterrichtsformen zur Seite steht.
Die öffentliche Vorstellung der Ergebnisse und der neuen Unterstützungsmaßnahmen findet um 10 Uhr im Pressesaal des Landhauses 1 am Silvius-Magnago-Platz in Bozen statt.
