KI in der Sanität: Südtirol-Studie zeigt ein differenziertes Bild28 / 04 / 2026

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KI in der Sanität: Südtirol-Studie zeigt ein differenziertes Bild28 / 04 / 2026

KI in der Sanität: Südtirol-Studie zeigt ein differenziertes Bild<span class="aero-title-date">28 / 04 / 2026</span>

Repräsentative Umfrage von ASTAT und dem Institut für Allgemeinmedizin analysiert Akzeptanz und Nutzung Künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen.

Am 27. April 2026 wurden in Bozen die Ergebnisse einer umfassenden Studie zur Anwendung Künstlicher Intelligenz (KI) im Südtiroler Gesundheitswesen vorgestellt. Die Untersuchung, die vom Landesinstitut für Statistik (ASTAT) gemeinsam mit dem Institut für Allgemeinmedizin und Public Health durchgeführt wurde, liefert erstmals detaillierte Daten darüber, wie die Bevölkerung der neuen Technologie gegenübersteht.

Grundlage der Studie war eine Befragung von rund 900 Personen, die repräsentativ nach Alter, Geschlecht und Einzugsgebiet ausgewählt wurden. Studienleiter Dietmar Ausserhofer erklärte, dass KI im Alltag vieler Südtiroler bereits präsent ist: 46 Prozent der Befragten nutzen entsprechende Technologien wöchentlich oder sogar täglich, während lediglich 19 Prozent angaben, nie mit KI in Berührung zu kommen. Bezogen auf die eigene Gesundheitsversorgung äußerten sich 47 Prozent der Teilnehmenden grundsätzlich befürwortend gegenüber einem Einsatz von KI-Systemen.

Gesundheitslandesrat Hubert Messner betonte bei der Vorstellung, dass KI die Medizin grundlegend verändern werde. Er hob das Potenzial der Technologie hervor, die Effizienz zu steigern und die Diagnosequalität zu verbessern. Gleichzeitig stellte Messner klar, dass die Technik als unterstützendes Instrument zu sehen sei: „Die KI wird nie den Arzt bzw. die Ärztin oder das medizinische Personal ersetzen.“ Das Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Patient bleibe das Fundament der medizinischen Versorgung.

ASTAT-Direktor Timon Gärtner verwies auf die methodische Genauigkeit der Erhebung und betonte, dass die Ergebnisse eine wichtige Entscheidungsgrundlage für künftige Strategien im Sanitätsbetrieb darstellten. Die Studie verdeutlicht, dass neben der technischen Implementierung vor allem die Aufklärung der Bevölkerung und die ethische Begleitung des Wandels zentrale Aufgaben der kommenden Jahre sein werden.

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