Bildungsomnibus bringt mehr autonome Spielräume und Vereinfachungen08 / 05 / 2026
Landesregierung stellt Sammelgesetz zur Schule vor – Fokus auf bürokratische Entlastung, Flexibilität der Schulführung und Modernisierung des Rechtsrahmens.
Am heutigen 7. Mai 2026 haben die drei Bildungslandesräte Philipp Achammer (Deutsche Bildung), Marco Galateo (Italienische Bildung) und Daniel Alfreider (Ladinische Bildung) im Rahmen einer Pressekonferenz in Bozen die Eckpunkte des sogenannten Bildungsomnibus präsentiert. Das Sammelgesetz, das vor Kurzem von der Landesregierung genehmigt wurde, zielt darauf ab, das Südtiroler Schulsystem durch gezielte Anpassungen an aktuelle gesellschaftliche und organisatorische Herausforderungen zukunftsfitter zu machen.
Das Gesetzespaket umfasst eine Vielzahl an Einzelmaßnahmen, die vor allem die Eigenverantwortung der Schulen stärken sollen:
- Stärkung der Schulautonomie: Schulen erhalten größere Spielräume bei der Gestaltung von Stundenplänen und Unterrichtsmodellen, um flexibler auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler vor Ort reagieren zu können.
- Verwaltungsvereinfachung: Zahlreiche bürokratische Abläufe für Lehrpersonen und Schulführungskräfte werden verschlankt oder digitalisiert. Ziel ist es, den administrativen Aufwand zu reduzieren, damit mehr Zeit für die pädagogische Kernarbeit bleibt.
- Anpassung der Personalordnung: Der Bildungsomnibus enthält Bestimmungen zur Optimierung der Ranglisten und zur Sicherung der Kontinuität des Lehrpersonals, um den Herausforderungen des Fachkräftemangels proaktiv zu begegnen.
- Rechtliche Modernisierung: Bestehende Landesgesetze werden an neue staatliche Vorgaben und technologische Entwicklungen (z. B. digitale Verwaltung) angepasst.
Landesrat Philipp Achammer betonte, dass der Bildungsbereich ein „lernendes System“ sein müsse: „Mit diesem Sammelgesetz schaffen wir die rechtlichen Voraussetzungen, damit unsere Schulen nicht von der Bürokratie gebremst werden, sondern sich dynamisch entwickeln können. Es geht um Vertrauen in die Autonomie der einzelnen Standorte.“ Auch Marco Galateo und Daniel Alfreider hoben hervor, dass die Neuerungen die Qualität des Unterrichts in allen drei Sprachgruppen nachhaltig sichern und die Attraktivität des Lehrberufs steigern werden.
Nach der Vorstellung der Landesregierung wird der Gesetzentwurf nun in die zuständige Gesetzgebungskommission und anschließend zur endgültigen Behandlung in den Südtiroler Landtag eingebracht. Mit einer Verabschiedung und dem Inkrafttreten der ersten Maßnahmen wird noch vor Beginn des neuen Schuljahres 2026/27 gerechnet.
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