Diskriminierung in Südtirol: Eine wachsende Herausforderung11 / 06 / 2026
Die Antidiskriminierungsstelle verzeichnet einen deutlichen Anstieg von Beschwerden im Jahr 2025
Die Antidiskriminierungsstelle in Südtirol hat im Jahr 2025 einen deutlichen Anstieg von Beschwerden verzeichnet. Laut Priska Garbin, Verantwortliche der Antidiskriminierungsstelle, wurden 61 Fälle mehr als im Vergleichsjahr 2024 registriert. Die meisten Beschwerden betreffen Diskriminierung aufgrund der ethnischen Herkunft, insbesondere bei der Wohnungs- und Arbeitssuche.
Ein weiterer Schwerpunkt betrifft Menschen mit Behinderungen, die oft von architektonischen Barrieren und mangelnder Anerkennung unsichtbarer Erkrankungen betroffen sind. Die Antidiskriminierungsstelle ruft dazu auf, Diskriminierung konsequent zu melden und gemeinsam an einer offenen, respektvollen und chancengerechten Gesellschaft zu arbeiten.
Die Initiative der Abteilung Gesundheit, die eine eigene Arbeitsgruppe für Patientinnen und Patienten mit Chronic Fatigue Syndrome eingerichtet hat, ist ein positives Beispiel für die Umsetzung von Maßnahmen gegen Diskriminierung. Ziel ist es, eine individuell abgestimmte Versorgung sicherzustellen und die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig zu verbessern.
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