Südtirols Export im Q2 2026 leicht rückläufig – Chancen und Risiken12 / 09 / 2026 | Robert
Während die Gesamtexporte um 1,1 % fallen, verzeichnen einige Märkte wie Österreich und Spanien deutliche Zuwächse
Im zweiten Quartal 2026 erreichten die Warenexporte Südtirols 1.964,9 Millionen Euro – ein Rückgang von 1,1 % gegenüber dem Vorjahr, wie das Statistikamt ASTAT meldet. Trotz dieses leichten Rückgangs bleibt die Region ein bedeutender Lieferant für zahlreiche Märkte.
Die wichtigsten Handelspartner entwickelten sich unterschiedlich: Exporte nach Deutschland fielen um 1,2 %, während die nach Österreich um 10,6 % stiegen. Besonders stark wuchs der Export nach Spanien (+74,9 %), im Gegensatz zu einem Rückgang von 54,4 % nach Rumänien. Lieferungen in europäische Nicht‑EU‑Länder stiegen um 12,3 %, die in die USA dagegen um 17,4 %.
Branchenweise steigt der Export von Grundmetallen und Metallerzeugnissen (ohne Maschinen) um 14,9 %, während Erzeugnisse aus Land‑ und Forstwirtschaft sowie Fischerei um 13,7 % zurückgingen. Diese Gegensätze zeigen, dass Rohstoffprodukte weiterhin gefragt sind, der Agrarsektor jedoch unter Druck steht.
Analysten sehen Chancen in den wachsenden Märkten Österreich und Spanien, warnen jedoch vor den Verlusten in den USA und im Agrarsektor. Die kommenden Quartale werden zeigen, ob Südtirol die Exportdynamik stabilisieren kann.
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