Bettenstop und Digitalisierung im Disput der Gemeinden und Landespolitk14 / 09 / 2026 | HITRADIO SÜDTIROL Torggler Sigi
116 Gemeinden in Südtirol stehen vor Herausforderungen und haben beim Tag der Gemeinden in Deutschnofen Bilanz gezogen, aktuelle Probleme besprochen und gemeinsame Ziele formuliert.
Ein wesentliches Thema ist natürlich immer auch die Finanzierung der Gemeinden“, erklärt Oberstaller. Steigende Kosten, Digitalisierung, Personal und neue Landesgesetze gehörten zu den größten Herausforderungen.
Die Meinungen zu bestimmten Themen, wie Bettenstopp und Tourismus, variieren stark in den 116 Gemeinden. Oberstaller betont, dass trotz dieser Unterschiede ein gemeinsamer Nenner gefunden wurde.
Die Diskussion um die Bettenobergrenze im Südtiroler Tourismus tritt in eine entscheidende Phase, da das Dekret des Landeshauptmanns von 2022 erneut geändert werden soll. Der zweite Gesetzgebungsausschuss des Landtags befasst sich mit den bereits von den Gemeinden genehmigten Anpassungen, die mehr Rechtssicherheit bieten sollen. Es gibt Bedenken zu genehmigten Projekten nach dem Stichtag 30. September, die aufgrund von Änderungen oder Einwänden angepasst werden müssen. Während Ausschussvorsitzender Noggler betont, dass Änderungen an Bauprojekten nicht automatisch zum Verlust von Betten führen, argumentiert die Landtagsabgeordnete Rohrer, dass die Anpassungen eine faktische Fristverlängerung für 12.000 potenzielle Betten darstellen. Rohrer kritisiert außerdem, dass die Bevölkerung die Informationen über den Bettenstopp missverstanden habe. Noggler hebt hervor, dass im Gesetz stets von einer Obergrenze die Rede war und schon vorher Ausnahmen vorhanden sind. Rohrer sieht jedoch die Notwendigkeit einer Begrenzung und kündigt zusätzliche Vorschläge an, darunter die Schaffung einer transparenten Datenbank für Vorschussbetten. Der Ausschuss wird am Mittwoch über die Änderungen beraten, jedoch obliegt die endgültige Entscheidung der Landesregierung.
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