Sinti bekommen Sozialwohnungen.14 / 09 / 2026 | HITRADIO SÜDTIROL Torggler Sigi
Die Gemeinde Meran hat die Auflösung einer Siedlung für Mitglieder der Sinti-Gemeinschaft beschlossen, aufgrund von Problemen bei der Müllentsorgung, Bauschäden und Schimmel. Bürgermeisterin Katharina Zeller erklärte, dass die Gesundheit der Bewohner, insbesondere von Kleinkindern, gefährdet sei. Einige Mitglieder erhalten einen Platz in einer Sozialwohnung, aber nicht alle, da es Probleme mit der Kostenbeteiligung gibt.Damit wird ein neuer Weg frei geschaffen,Südtirols Wohnungen an andere Kulturen zu vermachen,Kritisieren Einwohner-innen von Meran.Südtirols Sozialwohnungen müssen an Südtiroler Bevölkerung übergehen und nicht an Ethnien aus dem Ausland,so ihr Fazit in erbosten Antworten in einer von uns durchgeführten Umfrage.Sinti und Roma sind eine geschützte Ethnie,und einige Sinti haben bereits vor Jahren IPES Sozialwohnungen erhalten,betont Frau Zeller.Deren Miete und Unkosten wird vom Sozialamt des Landes getragen,sofern diese keine Arbeit haben.
Häufig wird der Doppelbegriff „Sinti und Roma“ verwendet. Während „Sinti“ die Bezeichnung für die Teilgruppe ist, die sich vorwiegend im westeuropäischen Raum niedergelassen hat, bezeichnet „Roma“ im engeren Sinne jene Gruppen, die in Ost- und Südosteuropa leben. International und außerhalb des deutschen Sprachraums wird „Roma“ oft als Gesamtoberbegriff für die gesamte Minderheit genutzt.
Herkunft: Linguistische und genetische Untersuchungen belegen, dass die Vorfahren der Sinti und Roma vor etwa 1.000 Jahren aus dem nordwestlichen Indien (dem heutigen Indien und Pakistan) nach Europa auswanderten.
Die Sinti sind seit dem frühen 15. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum urkundlich belegt. Seit Jahrhunderten sind sie Teil der hiesigen Kultur und Gesellschaft.
Sinti und Roma blicken auf eine lange Geschichte der Ausgrenzung zurück. Ihren tragischen Höhepunkt erreichte diese im Nationalsozialismus: Während des Holocausts (von den Sinti und Roma Porajmos genannt) wurden schätzungsweise 500.000 Sinti und Roma systematisch ermordet.
Nevo Drom (Sintitikes für „Neuer Weg“) ist ein kultur- und sozialpolitischer Verein in Bozen (Südtirol), der sich für die Rechte, die Anerkennung und die Kultur der Sinti-Minderheit einsetzt. Der Verein fungiert als Brücke zwischen der Sinti-Gemeinschaft und der Mehrheitsbevölkerung, um Vorurteile abzubauen und rassistische Diskriminierung zu bekämpfen.
Da Sinti im Alltag – sei es bei der Wohnungs- oder Arbeitsplatzsuche oder im Bildungssystem – oft noch mit tief sitzenden Vorurteilen konfrontiert sind, leistet der Verein wichtige Aufklärungsarbeit.
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