Gefahr am Ortler: Felssturz bei Sulden lässt Hanginstabilität prüfen15 / 09 / 2026  |  Robert

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Gefahr am Ortler: Felssturz bei Sulden lässt Hanginstabilität prüfen15 / 09 / 2026  |  Robert

Gefahr am Ortler: Felssturz bei Sulden lässt Hanginstabilität prüfen<span class="hitradio-master-datum">15 / 09 / 2026  |  Robert</span>

Tausende Kubikmeter Gestein stürzten vom Gipfel, Experten untersuchen Ursachen und mögliche weitere Abstürze im unbewohnten Tal

Am Samstagnachmittag kam es am Ortler bei Sulden zu einem spektakulären Felssturz. Von der Vorderen Schöntaufspitze lösten sich mehrere tausend Kubikmeter Gestein und fielen in das darunterliegende Tal. Glücklicherweise befand sich das Geröll in einem unbewohnten Gebiet, sodass keine Personen verletzt wurden. Die Lawinenlage blieb unverändert, und Rettungskräfte konnten sofort mit der Sicherung des Gebiets beginnen.

Die Bergflanke wird nun intensiv überwacht. Geologen des Landes sind vor Ort, um die Stabilität des Hangs zu prüfen, unterstützt von einem Hubschrauber, der Luftaufnahmen liefert. Zusätzlich hat der Bergrettungsdienst CNSAS das Gebiet mit einer Drohne überflogen und das Ausmaß der Felsbewegungen fotografisch dokumentiert. Die Aufnahmen zeigen sowohl den Hauptabbruchsbereich als auch kleinere Rutschungen entlang benachbarter Felswände.

Als mögliche Auslöser werden die jüngsten starken Niederschläge genannt. Regenwasser drang in vorhandene Risse ein, gefrierte Schichten dehnten sich aus und vergrößerten die Spalten, ein klassischer Frostspreng‑Mechanismus. Zudem fehlt in dieser Höhe ein beständiger Permafrost, wodurch das Gestein besonders anfällig für weitere Brüche wird. Diese Bedingungen erhöhen das Risiko, dass sich weitere Gesteinsmassen lösen könnten.

Trotz der Gefahr für das unbewohnte Tal besteht laut Einschätzung derzeit keine unmittelbare Bedrohung für Anwohner oder Wanderer. Die laufenden Untersuchungen sollen klären, wann und ob Sicherungsmaßnahmen notwendig werden. Die Behörden raten jedoch zu Vorsicht und bitten Besucher, ausgewiesene Wege zu meiden.

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