Südtirol-Es wird geschossen was das Zeug hält16 / 09 / 2026  |  HITRADIO SÜDTIROL Torggler Sigi

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Südtirol-Es wird geschossen was das Zeug hält<span class="hitradio-master-datum">16 / 09 / 2026  |  HITRADIO SÜDTIROL Torggler Sigi</span>

Die Provinz Bozen greift in den heimischen Bergen durch,denn nach deren Verwaltungsarbeitenden gilt der Mufflon offiziell als unerwünschte Art und wird von den Behörden konsequent beseitigt.

Die Provinz Bozen zieht eine direkte Bilanz des Einsatzes in den alpinen Regionen. Seit dem Jahr 2016 wurden durch das Forstkorps und Berufsjäger rund 19 Mufflons erlegt – darunter neun Männchen, zehn Weibchen und drei Lämmer. Das vorerst letzte Exemplar, ein Jungtier, wurde im Jahr 2021 im Areal um Tiers geschossen. Formal gilt das Gebiet seit diesem Zeitpunkt als muffelfrei, wenngleich die behördlichen Maßnahmen unvermindert bestehen.

Wenn ein Exemplar gesichtet wird, rufen die Wildhüter. Landesrat Luis Walcher, zuständig für Landwirtschaft und Forsten, erklärte in der Antwort auf eine Anfrage von Abgeordnetem Andreas Colli, dass die Behörden entschlossen sind, Vorkommen ohne Verzögerung zu beseitigen.

Der Mufflon stammt aus Westasien und wird in Südtirol nicht als heimisch angesehen. Laut dem Corriere dell‘Alto Adige glaubt die Provinz, dass die Tiere illegal ausgesetzt wurden. Das Jagd- und Fischereiamt stellte bereits 2019 fest, dass eine natürliche Einwanderung aus dem Trentino ausgeschlossen ist. Im Trentino wurden die Tiere in den 1970er-Jahren mit Genehmigung aus Sardinien eingeführt.

Walcher argumentiert, dass Wildtiere in Konkurrenz zu geschützten Arten wie Gämse und Reh um Raum und Nahrung stehen.

Angesichts von nur 19 erlegten Exemplaren in sechs Jahren und einer von den Behörden als sporadisch bezeichneten Präsenz fehlen spezifische Daten für Südtirol. Es gibt keine gesicherten Belege zur Überlappung der Lebensräume oder zu Schäden an den Beständen von Gämsen, Steinböcken oder Rehen. Das Risiko bleibt daher vorerst potenziell.

Ein Vergleich mit der Nachbarregion zeigt die verschiedenen Strategien im Umgang mit dem Mufflon. Im Trentino stieg die Zahl zeitweise auf über 1400 Tiere, bevor der Rückkehr des Wolfes ab 2019 zu einem Rückgang auf etwa 400 Tiere führte. Für die Jagdsaison 2026/2027 hat die Provinz Trient jedoch den Abschuss von 129 Tieren erlaubt, wobei auch hier die Einstufung als nicht heimische Art berücksichtigt wird.

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