Tourismus muss für Kläranlagen-Ausbau in Südtirol zahlen, fordert Verbraucherschutz17 / 09 / 2026  |  Robert

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Tourismus muss für Kläranlagen-Ausbau in Südtirol zahlen, fordert Verbraucherschutz17 / 09 / 2026  |  Robert

Tourismus muss für Kläranlagen-Ausbau in Südtirol zahlen, fordert Verbraucherschutz<span class="hitradio-master-datum">17 / 09 / 2026  |  Robert</span>

Der Verbraucherschutzverein Robin fordert eine verursachergerechte Finanzierung der Millioneninvestitionen, weil Hotels und Wellnessanlagen die Anlagen in der Hochsaison überlasten.

Die Südtiroler Landesregierung plant den Ausbau von drei Kläranlagen mit Gesamtkosten von 56,2 Millionen Euro. Laut dem Verbraucherschutzverein Robin entstehen die Investitionen vor allem durch die Belastungsspitzen in den beliebten Urlaubszentren. In der Hochsaison treiben Hotels, Wellnessanlagen und Schwimmbäder die Abwasserbelastung so stark nach oben, dass die bestehenden Anlagen an ihre Grenzen stoßen.

In Gröden soll die Kläranlage Pontives von 78 000 auf 125 000 Einwohnergleichwerte erweitert werden – ein Vielfaches der rund 10 000 ortsansässigen Einwohner. Ähnlich groß ist die kürzlich um 26,5 Millionen Euro erweiterte Anlage Sinich, die für ein Einzugsgebiet von 90 000 Menschen eine Kapazität von 619 000 Einwohnergleichwerten bietet. Robin sieht darin den klaren Zusammenhang mit dem steigenden Tourismus und beruft sich auf das italienische Umweltrecht sowie das Prinzip „chi inquina paga“.

Der Verein fordert daher eine transparente, verursachergerechte Berechnung der touristisch bedingten Mehrkosten, die nicht nur die laufenden Betriebskosten, sondern auch die Millioneninvestitionen umfassen soll. Gleichzeitig prüft Robin mögliche Verstöße gegen das EU‑Beihilfenrecht. Ohne eine faire Kostenverteilung würde die Allgemeinheit weiterhin für die Infrastruktur zahlen, die der Tourismus erzeugt – ein Szenario, das der Verbraucherschutz vehement ablehnt.

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