Kompatscher fordert stärkere regionale Stimme in Europas Zukunft30 / 09 / 2026 | Robert
Der Südtiroler Landeshauptmann betont bei EURegions4Cohesion, dass Regionen zentrale Gestalter der EU-Politik angesichts Klimawandel, Demografie und Grenzkooperation sein müssen
In Brüssel hob Arno Kompatscher die Rolle der Regionen als aktive Mitgestalter der europäischen Zukunft hervor. Angesichts geopolitischer Spannungen, des Klimawandels, des demografischen Wandels und des technologischen Umbruchs betonte er, dass die großen Herausforderungen dort gelöst werden, wo Menschen leben und arbeiten – in den Regionen und besonders an den Grenzen.
Kompatscher verwies auf die laufenden Verhandlungen zum EU‑Haushalt 2028‑2034 und forderte eine stärkere territoriale Dimension der Kohäsionspolitik. Er illustrierte dies mit dem Community‑Led Local Development‑Ansatz im Interreg‑Programm Italien‑Österreich, bei dem lokale Akteure Verantwortung übernehmen. Laut ihm kennen die Menschen vor Ort ihre Potenziale am besten, und Grenzregionen fungieren als Laboratorien europäischer Integration.
Abschließend appellierte der Landeshauptmann an mehr grenzüberschreitende Zusammenarbeit statt Fragmentierung. Die Allianz EURegions4Cohesion, mit 149 Mitgliedsregionen, setze sich für eine Politik ein, die Vielfalt, Dialog und Kompromisse fördere und Regionen befähige, nicht nur zu reagieren, sondern zukünftige Entwicklungen proaktiv zu gestalten.
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