Kompatscher stärkt Minderheitensprachen: Peer‑Review vereint Europas kleine Sender08 / 10 / 2026  |  Robert

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Kompatscher stärkt Minderheitensprachen: Peer‑Review vereint Europas kleine Sender08 / 10 / 2026  |  Robert

Kompatscher stärkt Minderheitensprachen: Peer‑Review vereint Europas kleine Sender<span class="hitradio-master-datum">08 / 10 / 2026  |  Robert</span>

Landeshauptmann Arno Kompatscher diskutiert mit deutschsprachigen Minderheitensendern aus Südtirol, Luxemburg, Schweiz und Belgien über Medienvielfalt und grenzüberschreitende Zugänglichkeit

Am 7. Oktober 2026 empfing Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher Vertreterinnen und Vertreter deutschsprachiger Minderheitensender aus vier Ländern. Im Rahmen des jährlichen Peer‑Reviews trafen sich die RAI Bozen/Südtirol/Ladinia, der luxemburgische Sender 100komma7, die Schweizer RTR und der Belgische BRF, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Herausforderungen zu diskutieren. Das Treffen bot eine seltene Plattform, auf der Medien aus kleinen Sprachgebieten ihre Erfolgsmodelle und Probleme nebeneinander stellen konnten.

Im Gespräch rückte die Situation von Medien in kleinen Sprach- und Sendegebieten in den Fokus. Die Vertreter berichteten von knappen Budgets, begrenzter Reichweite und der Gefahr politischer Einflussnahme, die die journalistische Unabhängigkeit gefährden kann. Kompatscher betonte, dass Medien in Minderheitensprachen ein zentrales Instrument seien, um Sprache im Alltag präsent zu halten und den Zugang zu Kultur und gesellschaftlicher Debatte zu sichern. Auch das Thema Geoblocking wurde angesprochen: Für kleine Sprachgemeinschaften müsse digitale Barrierefreiheit grenzüberschreitend gewährleistet sein.

Kompatscher verwies auf seinen jüngsten Besuch in Brüssel, wo er den europäischen Dialog über Minderheitenrechte vertiefte. Er forderte konkrete Schritte auf EU‑Ebene, um die Finanzierung und Verfügbarkeit von Minderheitenmedien zu stärken. Der regelmäßige Peer‑Review hat sich damit als wichtiges Netzwerk erwiesen, das nicht nur den Erfahrungsaustausch fördert, sondern auch politische Sichtbarkeit schafft. Beobachter hoffen, dass die angestoßenen Maßnahmen langfristig zur Vitalität der deutschen Minderheitensender in Südtirol und darüber hinaus beitragen.

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