Hundert Verdächtige im Visier: Bozens Polizeiaktion nach Protesten24 / 10 / 2026 | Robert
Nach den Ausschreitungen am 17. und 18. Oktober startet die Digos landesweite Durchsuchungen, um Beteiligte zu identifizieren.
Am 17. und 18. Oktober kam es in Südtirol zu heftigen Ausschreitungen, als Demonstranten auf die Polizei losgingen. Die Situation eskalierte schnell und forderte ein starkes Eingreifen der Sicherheitsbehörden. In Reaktion darauf startete die Digos, die Spezialabteilung der italienischen Polizei, eine groß angelegte Ermittlungsaktion, die nun auch die Stadt Bozen erreicht hat.
Im Rahmen dieser landesweiten Initiative wurden in achtzehn italienischen Städten Haus- und Leibesdurchsuchungen durchgeführt. Rund einhundert Personen stehen im Fokus der Ermittlungen, davon 51 Minderjährige. Neben Bozen betraf die Maßnahme Städte wie Arezzo, Bari, Bergamo, Bologna, Florenz und Neapel. Die Durchsuchungen erfolgen teils im Auftrag der Justiz, teils aus eigenem Ermessen der Digos, mit dem Ziel, die jeweiligen Rollen der Betroffenen bei den Ausschreitungen zu klären.
Für Bozen selbst liegen bislang keine genauen Zahlen zu den betroffenen Personen oder sichergestellten Beweismitteln vor. Die Behörden betonen jedoch, dass die Maßnahme Teil einer koordinierten Strategie sei, um weitere Gewaltausbrüche zu verhindern. Beobachter warnen vor den sozialen Folgen, insbesondere wenn ein hoher Anteil der Beschuldigten minderjährig ist, und fordern mehr Transparenz seitens der Polizei.
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