Barrierefreiheit04 / 10 / 2025 | HITRADIO SÜDTIROL Torggler Sigi

Barrierefrei unterwegs: Am 5. Oktober findet der nationale „Fiaba-Day“ statt, um auf architektonische Hindernisse aufmerksam zu machen. Ein zu kleiner Parkplatz, eine Treppe ohne Rampe oder ein beengtes (öffentliches) Bad sind Szenen, die in bald veröffentlichten Videos auf den Social-Media-Kanälen des Landes zu sehen sein werden. Diese Beispiele verdeutlichen, wie verbreitet architektonische Barrieren in Südtirol sind. „Barrierefreiheit ist für alle wichtig. Besonders Menschen mit Behinderungen sind durch Barrieren oft vom Alltagsleben ausgeschlossen. Deshalb nutzen wir diesen Tag, um auf bestehende Hindernisse hinzuweisen und deren Abbau zu fördern“, sagt Soziallandesrätin Rosmarie Pamer.
Das Amt für Menschen mit Behinderungen hat in Zusammenarbeit mit dem Amt für Öffentlichkeitsarbeit Videos produziert, die drei barrierebehaftete Alltagssituationen aufzeigen: Eine Rollstuhlfahrerin kann ein Bad nicht nutzen, weil die Tür zu eng und der Platz zu gering ist. Ein Autofahrer kann einen engen Parkplatz nicht nutzen, weil er Platz braucht, seinen Rollstuhl auszuladen. Ein Vater mit einem Kleinkind im Buggy kann ein Gebäude nicht erreichen, weil der Zugang über Treppen erfolgt. Barrieren behindern viele Menschen, unabhängig davon, ob sie eine Behinderung haben oder nicht. Mit der Kampagne „Weniger Barrieren, mehr Lebensqualität“ wird darauf hingewiesen, dass Barrierefreiheit allen zugutekommt. „Zusätzlich zur Sensibilisierung für dieses Thema werden in unserem Amt Planerinnen und Planer zu barrierefreiem Bauen beraten, damit im öffentlichen Raum, aber immer mehr auch in Privatgebäuden Barrierefreiheit bereits von Anfang an mitgedacht wird“, betont Verena Moser, Direktorin des Amtes für Menschen mit Behinderungen.
Unterstützt wird der Abbau architektonischer Barrieren zudem über das Amt für Wohnbauförderung: Sowohl für den Einbau von Vorrichtungen, um bestehende Barrieren im Innen- oder Außenbereich zu überwinden, als auch für den Ankauf einer barrierefreien Wohnung gibt es Geldbeiträge vom Land.
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