Chancen gehören ins Grundrecht eingebettet.20 / 04 / 2024

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Chancen gehören ins Grundrecht eingebettet.20 / 04 / 2024

Neue Führungskräfte im Landesbeirat für Chancengleichheit

Ende März wurde der neue Landesbeirat für Chancengleichheit ernannt. Bei der ersten Sitzung wählten die Mitglieder Ulrike Oberhammer erneut zur Vorsitzenden und Nadia Mazzardis zur stellvertretenden Vorsitzenden. Der Landeshauptmann Arno Kompatscher sicherte seine Unterstützung für die Vorhaben des Beirates zu, insbesondere bei der Umsetzung des Gleichstellungsaktionsplans Æquitas. Er betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit bei der konkreten Umsetzung der Pläne.

Die bestätigte Präsidentin nannte den Gleichstellungsplan ein wichtiges Rahmendokument, an dem die Gleichstellungspolitik in Südtirol weiterentwickelt werden müsse: „Die Themen der Gleichstellung waren in der ersten Amtsperiode des Landesbeirats vor 34 Jahren auch schon ähnlich den heutigen. Um Frauenrechte muss ständig gekämpft werden. Wir müssen die Frauen aufklären, informieren, unser Netzwerk ausbauen und so die Basis schaffen, dass es die nächsten Generationen leichter haben“, betonte Ulrike Oberhammer. Sie wolle dafür insbesondere auch die landesweite Vortragsreihe in den Gemeinden wiederaufnehmen. Neu im Amt ist Nadia Mazzardis als Vizepräsidentin. Mazzardis möchte Frauen stärken, sich für eine Gesellschaft der „Nicht-Dominanz“ der Männer und gegen Rollenstereotype einsetzen sowie die stärkere Männerbeteiligung für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf einfordern.

Als erste Amtshandlung haben Präsidentin Oberhammer und Vizepräsidentin Mazzardis dem Landeshauptmann anlässlich des heutigen Equal Pay Day eine leere rote Tasche überreicht, die in den kommenden fünf Jahren mit konkreten Verbesserungen für die Situation der Frauen gefüllt werden solle.

Seit 1989 hat Südtirol einen Landesbeirat für Chancengleichheit für Frauen. Laut Gleichstellungs- und Frauenförderungsgesetz (Landesgesetz Nr. 5/2010) ist der Beirat ein „beratendes Organ der Landesregierung in Sachen Geschlechtergleichstellung und Frauenförderung“. Er besteht aus 15 Frauen, die von wirtschaftlichen, sozialen, gewerkschaftlichen und politischen Organisationen vorgeschlagen und von der Landesregierung ernannt werden. Rechtsmitglieder sind die Gleichstellungsrätin und das für Chancengleichheit zuständige Landesregierungsmitglied. Der neue Landesbeirat wird für die Dauer einer Gesetzgebungsperiode, somit bis 2028, ernannt. Nach der Wahl des neuen Vorsitzendenduo steht nun die Erarbeitung des Jahresprogrammes 2024 auf der Agenda des Beirates. Die Beiratsfrauen werden sich damit in den nächsten Wochen intensiv beschäftigen, um gemeinsam mit dem Frauenbüro des Landes baldmöglichst mit konkreten Initiativen starten zu können. Die Hauptaufgabe wird darin bestehen, die Umsetzung der Maßnahmen des Gleichstellungsaktionsplans Æquitas aktiv zu begleiten, zu monitorieren und immer wieder für die Zielsetzungen zu sensibilisieren.

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