Pflanzenmagie & Hexen-Abwehr in der WalpurgisNacht29 / 04 / 2024
Ablenkung galt als sichere Strategie, Hexen abzuwehren .So wurde ein ausgestochenes Rasenstück vor die Tür gelegt.
Die Hexen hatten nun bis zum sicheren Morgen genug zu tun, da sie erst die Grashalme zählen musste, bevor sie ins Haus konnten. Es hieß, mit einem Kranz aus Gundelreben könne man Hexen erkennen.Dorniger Schutz vor Hexen und Geister.Nach altem Aberglauben wurde jegliches Unheil mit Hexen und Geistern in Verbindung gebracht.Sie brachten Krankheiten und Unglück ins Haus. Dagegen versprachen mit Dornen besetzte Pflanzen den besten Schutz.Als sichere Abwehr von Hexen bediente man sich etwa des Kreuzdorns.
Zu diesem Zweck bestückte man in einigen Gebieten Deutschlands am WalpernTag, noch bevor die Sonne unterging, Stall & Haus mit KreuzdornZweigen.Wollte man in der WalpurgisNacht einmal Hexen sehen, so sollte man sich, zum Schutz vor ihnen, in einen Kreis aus Kreuzdorn-Zweigen setzen.Die Kraft der Kräuter in der Walpurgisnacht.Lange schon wussten unsere Vorfahren Kräuter gezielt einzusetzen.
Diese nützliche Pflanzen galten als beseelt von guten Geistern. Natürlich hoffte man auf ihre positiven Kräfte im Einsatz gegen das bedrohliche Ungewisse.So schrieb man etwa dem Dost schützende Wirkungen zu.
So wie er den Geist zu erheitern vermochte, konnte er auch gegen Geister & Hexen schützen.Nach thüringischem Aberglauben, wirkt der, in der WalpurgisNacht gepflückte Dost, abwehrend gegen Hexen, wenn man ihn im Haus aufhängte.Gleiches galt für Baldrian im Stall platziert.Als starkes Zauberkraut galt Wermut.
Überliefert ist ein Brauch aus der Oberpfalz:
In der Walpurgisnacht geschnitten und dem Vieh in einem festgelegten Ritual ins Futter gegeben, wirkte Wermut als sicheres Abwehrmittel gegen Hexen.
Freinacht-Treiben

Da die Bräuche oft auf altem, vorchristlichem Brauchtum fußten, war ihr Betreiben seitens der Kirche nicht gern gesehen.
Obwohl auch deren Verrichtungen nur so vor Aberglauben strotzten, verteufelte & unterband sie die alten Rituale.Viele der vorchristlichen Bräuche gingen in der Folge verloren, doch Einiges erhielt sich im ländlichen Jugendbrauchtum.So treiben die Jugendlichen in Bayern in der Freinacht auch heute noch ihren Schabernack. Wie von Geisterhand verschwinden Gartentüren. Autos werden mit Toilettenpapier oder anderem „geschmückt“.Eine beliebte Tradition ist auch das „MaiBaum verziehen“.
Dabei entführen junge Männer den MaiBaum eines Nachbardorfes.
Es ist Sitte, diesen dann mit Bier wieder freizukaufen.Trotz aller historisch bedingten Umdeutungen sind MaiFeuer, Tanz in den Mai ‚ MaiBaum-Verziehen als liebgewordene Traditionen bis heute in unserem Brauchtum verankert.
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