Pädagoginnen aus Island im Kindergarten St. Ulrich09 / 05 / 2024

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Pädagoginnen aus Island im Kindergarten St. Ulrich09 / 05 / 2024

Seit drei Jahren im Mai besuchen Bildungsdelegationen isländischer Kindergartenpädagoginnen den Kindergartensprengel „Ladinia“.

Gruppenbild der isländischen Delegation aus dem Kindergarten Nordurbergi in Hafnarfjordur vor dem Kindergarten Salieta in St. Ulrich in Gröden, mit Kindergartendirektorin Genny Ploner (vorne, 2.v.re.) und der Organisatorin des Besuchs Jóna Fanney Svavarsdóttir (ganz rechts). (Foto: LPA/Ladinische Bildungsdirektion)

In den vergangenen Jahren war die Waldpädagogik in der Kindergartendirektion „Ladinia“ ein wichtiger pädagogischer Schwerpunkt, der sich durch Aktivitäten wie freies Spiel im Wald, die Gestaltung von Mandalas aus Naturmaterialien, Suchspiele und Gespräche über den Wald auszeichnete. Am vergangenen Freitag (3. Mai) besuchte eine Delegation von Kindergärtnerinnen und Mitarbeitern des Kindergartens Nordurbergi in Hafnarfjordur den Kindergarten Salieta in St. Ulrich. Dies war bereits das dritte Mal in Folge, dass der Kindergartensprengel „Ladinia“ eine Hospitationsanfrage aus der isländischen Bildungswelt erhalten hatte.

Direktorin Genny Ploner gab den isländischen Kindergärtnerinnen einen kurzen geschichtlichen Überblick über die ladinischen Kindergärten und führte die Delegation in das pädagogische Konzept der Waldpädagogik ein. Sie betonte auch die Besonderheit der ladinischen Kindergärten, insbesondere den mehrsprachigen Ansatz. Die Delegation hatte die Möglichkeit, direkt im Wald zu erleben, wie Bildung und Naturerfahrung Hand in Hand gehen können. Obwohl es in Island üblich ist, Zeit im Freien mit den Kindergartenkindern zu verbringen, bietet die von Vulkanismus geprägte Landschaft ganz andere Erfahrungsmöglichkeiten als die waldreiche Umgebung von St. Ulrich in Gröden. Die isländische Delegation zeigte sich beeindruckt von den großzügigen und zahlreichen Räumlichkeiten im Kindergarten Salieta, in denen ein differenziertes pädagogisches Angebot umgesetzt werden kann. Trotz der großen Entfernung zwischen den Kindergärten in Island und den ladinischen Kindergärten stellte die Delegation fest, dass es viele Ähnlichkeiten in der pädagogischen Arbeit gibt und die Kinder ähnliche Bedürfnisse haben.

Natur und Sprachen vereinen

„Wir freuen uns, dass wir unsere Erfahrungen im Rahmen eines fruchtbaren Austauschs zwischen Vertreterinnen ladinischer und isländischer Bildungseinrichtungen einbringen können“, unterstreicht der Landesrat für ladinische Bildung und Kultur, Daniel Alfreider. „Nicht nur die Vielfalt unserer Sprachen, sondern auch die Vielfalt unserer Natur- und Kulturlandschaft wird im ladinischen Bildungssystem bereits im Kindergarten vermittelt, denn: Sprachen und Natur vereinen. Wenn die Natur hautnah erlebt werden kann, können bereits im Kindergarten wertvolle Impulse für den Umgang mit der Natur und eine gesunde Ernährung vermittelt werden.“

„Der Kontakt und der Austausch zwischen Vertreterinnen verschiedener europäischer Bildungseinrichtungen bieten den ladinischen Kindergärten die Möglichkeit zu einem positiven Vergleich wie auch die Gelegenheit, voneinander zu lernen“, betont die Direktorin des Ressorts Ladinische Bildung und Kultur, Edith Ploner. „Vor allem die Initiative von Seiten der Bildungsdelegation aus Island und das darauffolgende positive Feedback haben uns sehr erfreut und dienen als Motivation, um in diesem für die Entwicklung und das Lernen unserer Söhne und Töchter so wichtigen Bereich weiterhin professionell zu arbeiten.“

Die erste Mitarbeiterin der Kindergartendirektorin Ingrid Mussner hatte sich zur Waldpädagogin ausbilden lassen und referiert seitdem intern und extern auf diesem Fachgebiet. Das Vorhandensein dieser spezifischen, internen Ressource des Kindergartensprengels „Ladinia“ kam dem Wunsch der isländischen Pädagoginnen entgegen, Aktivitäten kennenzulernen und praktisch zu erleben, die nach den Ansätzen der Waldpädagogik gestaltet sind.

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