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Women in Art der Kunst20 / 05 / 2024
- Gratisführungen waren zur Ausstellung Women in Art – Künstlerinnen in Meranim 19. und 20. Jahrhundert Anlässlich des Internationalen Museumstages am Sonntag, den 19. Mai 2024, im Palais Mamming zur Ausstellung „Women in Art – Künstlerinnen in Meran im 19. und 20. Jahrhundert“ seitens der Kuratorinnen Eva Gratl und Rosanna Pruccoli angesagt. Die Ausstellung Women in Art wurde vom Palais Mamming Museum in Zusammenarbeit mit dem Referat für Chancengleichheit der Stadt Meran organisiert.Johanna Maximiliana von Isser Großrubatscher, Emilie Mediz-Pelikan, Lila Gruner, Ellen Tornquist, Ilka Révai, Frieda Riss, Maria Radio von Radiis, Ada von der Planitz, Dorothy Shakespeare, Anni Egösi, Liselotte Plangger Popp, Aliza Mandel, Regina Klaber Thuseck, Elfi Widmoser, Franca Gritti, Rina Riva, Elfi Widmoser: dies sind die Namen der 17 Künstlerinnen, denen die Ausstellung gewidmet ist.Hartnäckigkeit, Beharrlichkeit und Courage: diese Charaktereigenschaften zeichnen, wie aus den Biografien hervorgeht, die für die Ausstellung ausgewählten Künstlerinnen aus. Im Laufe der Geschichte und seit der Antike war die Präsenz von Frauen in der Kunst keineswegs vernachlässigbar, aber sie blieben in der Anonymität und die meisten Künstlerinnen wurden jahrhundertelang marginalisiert. Die Schicksale der siebzehn Künstlerinnen in der Ausstellung verraten aber noch viel mehr und zeigen vor allem, wie Wille, Entschlossenheit und eine gute Portion Selbstbewusstsein sie in die Lage versetzten, zu reisen, das Land und die Sprache zu wechseln, um die künstlerische Ausbildung zu erhalten, nach der sie sich sehnten.Es sind Lebensgeschichten starker Frauen, die allenfalls durch Krankheit bedroht werden konnten. Vor dem Hintergrund dieser persönlichen Geschichten wird die breite, europaweite Gemeinschaft von Frauen lebendig, die sich in jenen Jahren in ganz Europa organisierte und Unterstützung und gegenseitige Hilfe anbot. Jene Schwesternschaft, die nicht nur dafür sorgte, dass ausgebildete Künstlerinnen andere junge Frauen in diesem Handwerk unterrichteten, sondern bereits im Jahr 1910 eine erste, imposante Ausstellung zur Frauenkunst in Wien ins Leben rief.
Die Ausstellung in Meran ist einer Auswahl an Künstlerinnen gewidmet, die aus unterschiedlichen Gründen mit Meran verbunden waren. Der gewählte Zeitraum umfasst das frühe 19. Jahrhundert und den Beginn des dritten Jahrtausends. Eine bewegte Zeit, in der die Stadt immer wieder bemüht war, alles zu tun, um ihr touristisches Publikum und ihre intellektuelle Vitalität wiederzuerlangen. Vor allem aber war es eine Epoche, in der Frauen lange Zeit von den Akademien ausgeschlossen waren und in der sie die damaligen Möglichkeiten zu nutzen verstanden, wie Privatunterricht bei Künstlern, Künstlerkolonien, private Akademien und schließlich die Schulen, die von Frauenvereinen gegründet wurden. Mutig und methodisch versuchten die Frauen den Machtmissbrauch zu bekämpfen.Die vorgestellten Werke bilden einen sehr interessanten Korpus, der die technisch-kompositorische Meisterschaft und den harmonischen Einklang der Farbpaletten hervorhebt. Es ist offensichtlich, dass sich diese Künstlerinnen nicht in eine Schablone pressen ließen, die ihnen nur das Malen von Blumentöpfen zugestehen wollte, sondern aus ihr heraustraten. Stattdessen sind es mächtige Bergmassive aus großer Höhe, stimmungsvolle Panoramen, Tiere, Schlösser und Burgen, Porträts und Stillleben, die sich uns erschließen und uns für einige Augenblicke verzaubern.
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