Kaltern und der Heimatpflegeverein01 / 06 / 2024
Kaltern sieht schwarz: Umweltvertreter fordern Einlenken
Die Umweltschutzorganisation Legambiente vergibt jährlich grüne und schwarze Flaggen, um umweltfreundliche bzw. negative Entwicklungen zu kennzeichnen. Kaltern in Südtirol erhielt eine der zehn schwarzen Flaggen, da der geplante Bau von Speicherbecken einen gesunden Mischwald von fast 15 Hektar bedroht. Die lokalen Umweltvertreter rufen die Gemeinde Kaltern dazu auf, das Vorhaben zu überdenken. Die Zerstörung des Buchenmischwaldes führte dazu, dass Kaltern die schwarze Flagge der Umweltschutzorganisation erhielt, obwohl Verluste von Wald für Verbindungsleitungen und Lagerflächen noch nicht berücksichtigt sind. Der Erhalt des Naturwaldes ist entscheidend für die Senkung von CO2-Emissionen und den Kampf gegen den Klimawandel. In Kaltern scheint die Gemeinde keine Bedenken zu haben, den wertvollen Buchenwald zu opfern. Es bleiben wichtige Fragen offen: Wie viel Wasser benötigt die Landwirtschaft tatsächlich? Woher kommt das Wasser für die Speicheranlagen? Werden alternative Standorte in Betracht gezogen? Wie wird das Regenwasser aus den versiegelten Gebieten in die Speicherbecken gelangen?
Wo in den veröentlichten Unterlagen ist die propagierte Sammlung von Regenwasser vorgesehen,wo sind die erforderlichen Speicher, Leitungen, Pumpen geplant? Entspricht das gesammelteStraßenwasser überhaupt den Qualitätskriterien für Bewässerungswasser?
Naturnahe Lösungen, um den Wasserhaushalt zu stärkenErst vor einigen Tagen hae die lokale Iniavgruppe “UNSER WALD” den Gemeinderat von Kalternzu einem Expertengespräch eingeladen, unter anderem war Carmen De Jong, Professorin fürHydrologie von der Universität Straßurg, anwesend. Die Professorin hae vorab auch die Standorteder geplanten Speicherbecken besichgt und erklärt, dass das vorliegende Projekt überholt sei:
Speicherbecken funkonieren nur so lange genug Wasser vorhanden ist; Versiegelungen im Wald, wie sie Speicherbecken bedeuten, führten dazu, dass fruchtbarer Boden absrbt und Wasser versiegt. Außerdem wären die Speicherbecken bedeutender Verdunstung ausgesetzt. Das heißt: Speicherbecken würden das zur Verfügung stehende Wasser reduzieren, wie es aus diversen Forschungsprojekten zum Thema Dürre in Bergebieten als auch in der Ebene eindeug und weltweit hervorgeht. Um Wasser zu erhalten und zu gewinnen, müsse der Wald erhalten und die Natur gestärkt werden; es brauche sogenannte „natural based soluons“, naturnahe Lösungen, um den Wasserhauhalt zu stärken.
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