Sonderbare Anträge von der Lega23 / 07 / 2024

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Sonderbare Anträge von der Lega23 / 07 / 2024

Julia Unterberger hat eine klare Erklärung: „Es ist die Rückständigkeit in der italienischen Debatte.“ Sie kritisiert den Umgang mit der weiblichen Form in der Sprache, insbesondere in Bezug auf Funktionen in der Politik oder Berufe.

Wie stark Italien im Sprachgebrauch noch Aufholbedarf bei der Verwendung von weiblichen Funktionen hat, wird deutlich anhand der Forderungen von Regierungschefin und Fratelli d’Italia-Vorsitzenden Giorgia Meloni. „Viele Frauen aus dem rechten Parteienspektrum bevorzugen die männliche Anrede, und Präsidentin Meloni hat in einem Rundschreiben sogar mitgeteilt, dass sie als ´Herr Ministerpräsident` angesprochen werden will.“ Lega-Senator Manfredi Potente hat nun mit einem Antrag im Senat eine Forderung vorgebracht, die laut Unterberger jedoch den Rahmen sprengt. Darin wird verlangt, dass in öffentlichen Dokumenten nur noch die männlichen Funktionen verwendet werden dürfen. Die Verwendung von weiblichen Funktionen soll verboten und unter Strafe gestellt werden. Der Lega-Antrag sieht eine Geldbuße von 1.000 bis 5.000 Euro bei Zuwiderhandlung vor.

„Die rechten KollegInnen scheinen nicht zu verstehen, wie die Sprache unser Bewusstsein prägt und welche Auswirkungen es hat, wenn Frauen nur in niederen Funktionen vorkommen, während wichtige Positionen den Männern vorbehalten bleiben“, schreibt Unterberger in einer Aussendung. Weitere Politikerinnen und Politiker bezeichneten den Lega-Antrag ebenfalls als skandalös und bezogen klar Stellung gegen die Pläne des Lega-Politikers. Dies führte dazu, dass Senator Potente seinen Antrag nach Protesten zurückzog.

„In der deutschen Sprache und im deutschen Ausland ist es selbstverständlich, dass jede Funktion auch eine weibliche Form hat.“ 

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