Südtirol soll sich nicht unter wert verkaufen06 / 08 / 2024 | Robert
„5 Euro pro Person für einen Spaziergang auf der Stadtmauer von Dubrovnik, 15 Euro für den Aufstieg zur eher unscheinbaren Festung in der montenegrinischen Stadt Kotor – dies sind nur zwei Beispiele dafür, wie Touristenorte zunehmend Eintrittsgelder von Reisenden verlangen.“ Ein Kommentar von Luise Malfertheiner, Redakteurin der „Dolomiten“.
„Wer nicht zahlt, bleibt draußen – und das ist auch gerechtfertigt. Es ist daher schwer nachzuvollziehen, warum in Südtirol Urlauber mit der ‚Museummobil-Card‘ nicht nur kostenlos öffentliche Verkehrsmittel nutzen, sondern auch rund 80 Museen und Ausstellungen ohne Eintritt besuchen können“, kommentiert Luise Malfertheiner.
„Wir sind kein strukturschwaches Urlaubsziel, das auf solche Maßnahmen angewiesen ist, um Gäste zu gewinnen. Unser Gastronomie-Niveau ist ebenfalls nicht günstig. Der Südtiroler Steuerzahler sollte dies nicht tragen müssen, besonders angesichts der 36 Millionen Nächtigungen, die Südtirol im Jahr 2023 verzeichnete – ein Anstieg um 5 Prozent im Vergleich zu 2022.
Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ist wichtig, aber wenn alles kostenlos ist, verliert es oft an Wert. Wo bleibt unser touristisches Selbstwertgefühl? Diese Frage sollten wir uns ernsthaft stellen.“
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