Südtirols Einzelhandel blickt weiterhin optimistisch in die Zukunft09 / 08 / 2024
Die Mehrheit der Handelsunternehmen in Südtirol geht weiterhin von positiven Erträgen aus, während der Fahrzeughandel eher mit stagnierenden Umsätzen rechnet. Dies geht aus dem Wifo-Barometer der Handelskammer Bozen hervor.
Im Großhandel zeigen sich 94 Prozent der Unternehmen mit der Ertragslage in diesem Jahr zufrieden. Besonders optimistisch sind die Branchen Maschinen- und Anlagenbau sowie elektrische und elektronische Geräte, die mit steigenden Umsätzen rechnen.
Auch im Einzelhandel ist die Stimmung überwiegend positiv: Über 90 Prozent der Einzelhändler blicken optimistisch auf das Jahr 2024. Dennoch variieren die Erwartungen bezüglich Rentabilität und Umsatz stark je nach Branche.
Supermärkte, Mini-Märkte und Warenhäuser verzeichnen starke Umsatzsteigerungen, während der Einrichtungssektor, der Wanderhandel sowie der Bekleidungs- und Schuhhandel enttäuschende Ergebnisse und steigende Kosten erleben.
Philipp Moser, Präsident des Handels- und Dienstleistungsverbandes hds, betont die Notwendigkeit von Modernisierung und Innovation in bestimmten Branchen, wie der Bekleidungs- und Schuhindustrie.
Im Kfz-Handel und in Reparaturbetrieben berichten 88 Prozent der Unternehmen von zufriedenstellenden Rentabilitätsaussichten, bedingt durch Preiserhöhungen, die die Kostensteigerungen ausgleichen. Trotzdem stagnieren die Umsätze, und die Wettbewerbssituation verschlechtert sich. Elena Messina Bonaldi, Präsidentin von Confesercenti Südtirol, warnt vor den negativen Auswirkungen des teuren Übergangs zu Elektroautos.
Michl Ebner, Präsident der Handelskammer Bozen, hebt hervor, dass der Handel in Südtirol mit seiner hohen Qualität, gutem Kundenservice und großer Vielfalt sowohl für die Einheimischen als auch für die Gäste von großem Wert ist.
Offizielle Pressepartner
