Das Autonomiemodell Südtirols13 / 08 / 2024

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Das Autonomiemodell Südtirols13 / 08 / 2024

Landeshauptmann Arno Kompatscher traf in Genf den UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, um über das geplante Zentrum für Minderheiten und Autonomie zu sprechen.

(Foto: lpa)

In einem persönlichen Treffen mit dem UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hat Landeshauptmann Arno Kompatscher die Idee einer möglichen Zusammenarbeit zwischen Südtirol und den Vereinten Nationen für das geplante Kompetenzzentrum für Minderheiten und Autonomie in Bozen besprochen. Das Gespräch fand im Palais Wilson in Genf statt, begleitet von Italiens ständiger Vertreter bei den internationalen Organisationen, Botschafter Vincenzo Grassi.

Im Zentrum der Diskussion stand die Frage, ob und wie Südtirol in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen weltweit zu einem besseren Verständnis für die friedensstiftende Wirkung von Autonomiemodellen im Minderheitenschutz beitragen könne. Es wurden verschiedene Formen einer möglichen Zusammenarbeit erörtert, darunter die inhaltliche Gestaltung des geplanten Zentrums sowie die gemeinsame Organisation von Veranstaltungen.

Kompatscher betonte nach dem Treffen die Notwendigkeit, eine solide und vertrauensvolle Zusammenarbeit zu etablieren, und zeigte sich zuversichtlich, dass dieses Ziel erreicht werden kann. Bereits bei der 77. UN-Generalversammlung in New York hatte Kompatscher das Prinzip der „Responsibility to Share“ – die Verantwortung, positive Erfahrungen mit der Welt zu teilen – diskutiert und damit Interesse geweckt. Diese Idee wurde später auch beim G7-Gipfel in Brindisi von Italiens Außenminister Antonio Tajani aufgegriffen und mit UN-Generalsekretär Antonio Guterres besprochen.

Kompatscher hob die Bedeutung der Südtirol-Autonomie hervor, die durch die Intervention der Vereinten Nationen einen ethnischen Konflikt in einem Grenzgebiet befriedet habe. Er betonte, dass Südtirols Bestreben, mit der UN zusammenzuarbeiten, vor diesem Hintergrund zu verstehen sei. Kompatscher schloss mit der Hoffnung, dass die Arbeit des geplanten Zentrums dazu beitragen könnte, globale Konflikte zu verkürzen oder zu vermeiden, und damit einen wertvollen Beitrag zum Frieden zu leisten.

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