Umfahrung Branzoll: Arbeiten im Süden beginnen15 / 08 / 2024
Lockergestein macht Bau zur Herausforderung – Bau der Umfahrung Branzoll dennoch im Zeitplan

Die Bauarbeiten an der Umfahrung von Branzoll schreiten trotz herausfordernder geologischer Bedingungen planmäßig voran. Der Tunnelbau wird vor allem durch Lockergestein mit großen Steinen erschwert, dennoch ist der Fortschritt stabil. Baustellenleiter Lukas Mair berichtet, dass bereits 200 Meter des Kalottenvortriebs – also der oberen Tunnelhälfte – und 60 Meter der unteren Hälfte fertiggestellt wurden. In der kommenden Woche beginnt der Bau des südlichen Abschnitts in offener Bauweise, der vor dem Winter abgeschlossen sein soll.
Die Arbeiten an der Umfahrung von Branzoll werden durch die Neue Österreichische Tunnelbaumethode (NÖT) unterstützt, bei der das umliegende Gestein als tragendes Element genutzt wird. Dies ermöglicht eine ständige Kontrolle der Stabilität durch regelmäßige Kontrollpunkte im Tunnel. Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider betont, dass die neue Umfahrung weniger Verkehr im Ortskern von Branzoll und somit mehr Lebensqualität für die Anwohner bringen wird. Fuß- und Radwege sollen die alte Straße ersetzen.
Die 1,9 Kilometer lange Umfahrung inklusive des 702 Meter langen Tunnels wird seit März 2023 gebaut und soll den Verkehr auf der Brennerstaatsstraße sicherer und flüssiger gestalten. Die Arbeiten werden von der Bietergemeinschaft Strabag AG – Erdbau GmbH durchgeführt.
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