Lana erinnert sich an seinen vergessenen Märtyrer17 / 08 / 2024

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Lana erinnert sich an seinen vergessenen Märtyrer17 / 08 / 2024

Ein möglicher Kandidat für die Erhebung zur Ehre der Altäre ist der Lananer Priester Heinrich Dalla Rosa. Aufgrund seiner unerschütterlichen Glaubensüberzeugung und seiner Kritik am Nationalsozialismus wurde er 1945 im Alter von 35 Jahren enthauptet. Die „Zett“ hat ihm kürzlich einen ausführlichen Beitrag gewidmet.

„Christus siegt!“ – Dies sollen die letzten Worte des Pfarrers Heinrich Dalla Rosa gewesen sein, bevor er vor fast 80 Jahren in Wien von den Nazis hingerichtet wurde. Sein unerschütterlicher Glaube und sein Widerstand gegen das Böse führten zu seinem Martertod. Heute ruhen seine sterblichen Überreste in St. Georgen am Obdachegg in der Steiermark.

Heinrich Dalla Rosa wurde am 16. Februar 1909 in Lana geboren. Sein Vater, Giuseppe Dallarosa, der 1900 aus dem Trentino nach Lana kam, arbeitete als Maurer in Untermais. Er heiratete 1903 Elisabeth Egger. Heinrich, das dritte und jüngste Kind des Paares, kam im Plateidhaus an der Ländgasse in Lana zur Welt. Schon als Kleinkind war Heinrich schwer krank und schwebte am Rande des Todes, doch seine Mutter betete zur Muttergottes, und ein Wunder ließ ihn genesen, wie Historikerin Elfriede Zöggeler Gabrieli berichtet.

Heinrich verbrachte seine frühen Jahre in Lana und war Ministrant in der St.-Peter-Kirche. Nachdem sein Vater 1916 eingezogen wurde, zog die Mutter mit den Kindern nach Graz und später in die Gemeinde Burgau in der Steiermark, wo Heinrich später seine Primizfeier hielt.

Als junger Mann hegte Heinrich den Wunsch, sich den Steyler Missionaren anzuschließen, erkannte jedoch bald seine Berufung zum Priester. Er studierte von 1930 bis 1935 an der Theologischen Fakultät in Graz und wurde am 14. Juli 1935 von Fürstbischof Ferdinand Stanislaus Pawlikowski zum Priester geweiht. Danach wirkte er als Kaplan in verschiedenen Pfarreien, bevor er Pfarrer der obersteirischen Pfarre St. Georgen am Obdachegg wurde, wo seine Nähe zum Volk sehr geschätzt wurde.

Heinrich war musikalisch begabt und engagierte sich mit großer Hingabe in seiner Gemeinde. Er organisierte Treffen, bei denen Lieder des Glaubens und der Hoffnung gesungen wurden und die Menschen einander in der Zeit des Nazi-Terrors unterstützten. Gerne wanderte er in der Südtiroler Bergwelt und besuchte regelmäßig Lana, um dort Messfeiern in der St.-Peter-Kirche zu gestalten.

Am 23. August 1944 wurde er verhaftet und wegen „Wehrkraftszersetzung“ angeklagt. Ihm wurden zwei Vorwürfe gemacht: eine angeblich „staatsgefährdende Äußerung“ über den Verlauf des Krieges und ein Besuch bei einer hochschwangeren Lehrersgattin, bei dem er die Frau bat, ihren Mann zur Aufgabe seiner Parteiaktivitäten zu bewegen. Der Prozess endete mit dem Todesurteil, das Heinrich gefasst entgegennahm. Am Abend des 24. Januar 1945 wurde der 35-jährige Lananer Priester nur wenige Monate vor dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft auf dem Schafott ermordet.

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