Tiroltag in Alpbach: Künstliche Intelligenz als Chance und Risiko19 / 08 / 2024
Landeshauptleute der Euregio eröffnen das Europäische Forum Alpbach – Thema der Euregio Days: „Chancen von KI für die Euregio und Gemeinden“ – Auch Denkschmiede „EuregioLab“ hat Arbeit aufgenommen

ALPBACH/TIROL (LPA). Beim heutigen Tiroltag des Europäischen Forums Alpbach (EFA) lag der Fokus auf den Auswirkungen der künstlichen Intelligenz (KI) auf die Euregio Tirol-Südtirol-Trentino und ihre Gemeinden. Nach der Eröffnung und dem traditionellen Empfang in Alpbach, an dem Euregio-Präsident und Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher, Tirols Landeshauptmann Anton Mattle, Trentinos Landeshauptmann Maurizio Fugatti sowie EFA-Präsident Andreas Treichl teilnahmen, fand im Congress-Centrum-Alpbach das Euregio Summit statt. Fachleute diskutierten dort über ethische Fragen, Sicherheitsaspekte und den Einsatz von KI in der öffentlichen Verwaltung und auf Gemeindeebene.
Der Konsens der Diskussion: KI hat bereits spürbare Auswirkungen auf Gesellschaft, Wirtschaft und Ethik. Sie bietet der Euregio vielfältige Chancen, erfordert aber eine kritische Auseinandersetzung und muss durch Experten und internationale Standards gesteuert werden.
„Künstliche Intelligenz kann sowohl Anlass zu Sorge als auch zu Optimismus sein. Der richtige Weg liegt irgendwo dazwischen“, sagte Kompatscher. „KI hat das Potenzial, unser Leben zu verbessern und Probleme zu lösen, die wir noch gar nicht kennen. Aber eine abwartende Haltung ist gefährlich, denn die Logik der KI kennt keine Kompromisse. Es braucht klare Vorgaben, und der menschliche Faktor darf nicht außer Acht gelassen werden.“
Auch Mattle betonte die Notwendigkeit, ethische und gesellschaftliche Fragen zu berücksichtigen und Risiken zu erkennen, um KI sicher zu nutzen. Gleichzeitig müsse man aber den Mut haben, diese Technologie anzunehmen, da sie bereits fest in der Gesellschaft verankert sei.
Fugatti hob hervor, dass die Euregio-Länder durch ihre Kompetenzen in der Lage seien, die Chancen von KI zu nutzen. Er erinnerte daran, dass die KI-Forschung im Trentino bereits vor vierzig Jahren begann und durch die Stiftung Bruno Kessler heute konkrete Lösungen für Landwirtschaft und Industrie hervorbringt.
Zudem markierte der Tiroltag den Start des EuregioLab, bei dem rund 20 Experten in den kommenden Tagen weiter über den Einsatz von KI in der Euregio beraten.
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