Der Tourismus in Südtirol führt zu einem deutlichen Anstieg der Treibhausgasemissionen.21 / 08 / 2024

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Der Tourismus in Südtirol führt zu einem deutlichen Anstieg der Treibhausgasemissionen.21 / 08 / 2024

In den letzten zwanzig Jahren hat der Schadstoffausstoß durch Touristen in Südtirol erheblich zugenommen. Insbesondere bei den Anreisen ist ein Anstieg von 181 Prozent zu verzeichnen.

Der Klimawandel schreitet weiter voran und stellt Regierungen weltweit vor große Herausforderungen. Im Südtiroler Landesklimaplan ist das Ziel verankert, die CO2-Emissionen bis 2035 um 55 Prozent zu reduzieren.

Doch gerade der Tourismus in Südtirol widerspricht diesen Zielen deutlich. Laut dem Mobilitätsexperten Helmuth Moroder sind die CO2-Emissionen, die durch den Tourismus verursacht werden, in den letzten 20 Jahren um 181 Prozent angestiegen. Moroder errechnete diese Zahlen mit Hilfe des Klimarechners der deutschen Umweltagentur und berücksichtigte dabei nur die An- und Abreisen der Gäste. Er betonte, dass er bewusst konservative Annahmen für seine Berechnungen gewählt habe und dennoch von den Ergebnissen überrascht war. Diese Entwicklung steht den Zielen des Landesklimaplans entgegen.

Ein wesentlicher Grund für den drastischen Anstieg der Emissionen ist die vermehrte Nutzung des Flugzeugs, die sich in dem untersuchten Zeitraum verdreifacht hat. Laut Moroder verursacht die Anreise der Touristen nach Südtirol inzwischen mehr Emissionen als der gesamte innerregionale Verkehr. Im Jahr 2003 reisten nur etwa 2 Prozent der Touristen per Flugzeug an, während es 2023 bereits 6 Prozent waren. Diese Entwicklung führte zu einer Verdreifachung der CO2-Emissionen durch Flugreisen, die inzwischen über 50 Prozent der tourismusbedingten Emissionen ausmachen.

Moroder sieht auch einen Zusammenhang zwischen dem Anstieg der CO2-Emissionen und der wachsenden Zahl von Luxusunterkünften in Südtirol. Die Zahl der Betten in diesen Unterkünften hat parallel zu den Emissionen zugenommen.

Im Tourismusjahr 2022/2023 zählte Südtirol über 8,4 Millionen Gäste, die mindestens eine Nacht in der Region verbrachten. Erstmals überschritt die Zahl der Übernachtungen die Marke von 36 Millionen.

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