Demografischer Wandel: Ressortübergreifende Kooperation wird gestärkt23 / 08 / 2024

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Demografischer Wandel: Ressortübergreifende Kooperation wird gestärkt23 / 08 / 2024

Bereiche Soziales und Gesundheit arbeiten an gemeinsamen Maßnahmen – Zusammenarbeit wird unter anderem im Bereich Demenz und bei Gemeinschaftshäusern konkret

(Foto: LPA/Fabio Brucculeri)

Südtirol erlebt derzeit einen signifikanten demografischen Wandel. Im Jahr 2022 gab es 131,8 ältere Menschen (über 65 Jahre) auf 100 junge Menschen (bis 14 Jahre). Diese Entwicklung verdeutlicht die Dringlichkeit, Maßnahmen zur Bewältigung des demografischen Wandels zu ergreifen. Soziallandesrätin Rosmarie Pamer und Gesundheitslandesrat Hubert Messner planen, künftig verstärkt in ressortübergreifender Zusammenarbeit zu handeln.

Gemeinschaftshäuser in Südtirol:
In den kommenden Jahren werden zehn Gemeinschaftshäuser in Südtirol errichtet, um die wohnortnahe Grundversorgung zu verbessern. Diese Zentren, wie das derzeit in Leifers entstehende, sollen verschiedene medizinische und soziale Dienstleistungen bündeln und insbesondere der älteren Bevölkerung zugutekommen.

Fokus auf Demenzbetreuung:
Die Zusammenarbeit im Bereich Demenz wird intensiviert. Neben der Memory Klinik soll der Betreuungspfad Demenz weiter ausgebaut werden, um die verschiedenen Phasen der Erkrankung besser zu begleiten. Geplant ist auch der Ausbau von Tagespflegeheimen und spezialisierten Betreuungsangeboten sowie die Einrichtung von Demenzzentren, wie etwa in Margreid.

Langzeitpflege und Special Care Units:
Für Patienten mit schwersten neurologischen Beeinträchtigungen, wie etwa Wachkomapatienten, wird die hochintensive Langzeitpflege erweitert. Neben dem bestehenden Angebot im Pflegezentrum Firmian in Bozen soll eine weitere Special Care Unit im Kur- und Pflegeheim St. Josef Meran entstehen. Langfristig sind solche Einheiten in ganz Südtirol geplant.

Haus des Sozialen und der Gesundheit:
Ein neues „Haus des Sozialen und der Gesundheit“ wird ab 2027 den Bürgern Südtirols als zentrale Anlaufstelle dienen. Dieses Gebäude wird neben den bestehenden Ressorts errichtet und soll durch die gemeinsame Nutzung von Ressourcen die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Drittem Sektor sowie zwischen den Bereichen Soziales und Gesundheit fördern.

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