Rattenplage in Südtirol: „Konflikt zwischen Ratten und Menschen“03 / 09 / 2024

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Rattenplage in Südtirol: „Konflikt zwischen Ratten und Menschen“03 / 09 / 2024

In der beliebten Urlaubsregion Südtirol, Italien, breitet sich derzeit ein ernstes Rattenproblem aus. Die Region bietet ideale Bedingungen für die Nager, was zu einem Anstieg der Rattenpopulation führt.

Meran – Ein Paradies für Ratten

Meran, bekannt für seine Schlösser, Villen und weitläufigen Parkanlagen, hat sich zunehmend als bevorzugter Lebensraum für Ratten herausgestellt. Die Stadt bietet den Tieren die perfekten Bedingungen, darunter viel Grün, künstlich angelegte Bewässerungskanäle und üppige Gärten. Der wachsende Müll in Meran zieht die Tiere zusätzlich an, was die Bekämpfung der Schädlinge zu einem regelmäßigen Problem macht. Der ORF berichtet von einem „Machtkampf zwischen Ratte und Mensch“, der die Stadt betrifft.

Regelmäßige Schädlingsbekämpfung

Der Schädlingsbekämpfer Samuele Sancassiani ist mehrmals im Monat in Meran unterwegs, um den Rattenbestand zu kontrollieren. Besonders betroffen ist das Villen-Viertel Obermais, wo Sancassiani Anwohner berät, wie sie verhindern können, dass Ratten ins Haus gelangen. Die schwarzen Ratten sind hervorragende Kletterer und nutzen oft Äste, die zu nah an die Hauswand reichen, um sich Zugang zu verschaffen. Auch Essensreste auf Balkonen und offene Mülleimer sind ein Anreiz für die Ratten.

Ratten als „Schädlinge“

Ratten werden in der Regel als Schädlinge betrachtet, da sie Lebensmittel verderben und durch ihren Kot Krankheiten wie Salmonellen, Fleckfieber oder Tuberkulose übertragen können. Während manche Menschen Ratten als süße Haustiere schätzen, empfinden andere Ekel, wenn sie wild lebende Ratten in ihren Kellern oder Lagerräumen entdecken.

Eindämmung und Prävention

„Dass wir diese Schädlinge in unserem Alltag haben, wird oft nicht offen ausgesprochen“, sagt eine ORF-Reporterin. Der Schädlingsbekämpfer Sancassiani erklärt, dass die Situation zyklisch ist, mit Zeiten verstärkten und reduzierten Befalls. Er warnt davor, die Rattenbestände nur mit Gift zu dezimieren, da dies die Population nur noch stärker anwachsen lassen könnte. Stattdessen sei eine ständige Beobachtung der Bestände wichtiger.

Initiativen in größeren Städten

Auch Andreas Wenighofer, ein weiterer Schädlingsbekämpfer in Südtirol, ist fast täglich im Einsatz, nicht nur in Meran, sondern auch in kleineren Gemeinden. Größere Städte wie Meran, Brixen, Wurzeln und Bruneck haben begonnen, eigene Maßnahmen zu ergreifen, indem sie unter anderem Rattenfallen an Flussufern auslegen. Besonders im Herbst verschärft sich das Problem, da die Ratten auf der Suche nach Wärme vermehrt in die Nähe von Häusern ziehen.

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