LH Kompatscher und Landesrätin Amhof treffen Sozialpartner05 / 09 / 2024
Gemeinsam wird an Aufwertung des Lohnniveaus gearbeitet – Irap-Begünstigungen ab 2025 nur mehr für Arbeitgeber, die höhere Löhne zahlen

Landeshauptmann Arno Kompatscher fasste bei einem Treffen am 4. September die Bemühungen zur Einführung einer begünstigten regionalen Wertschöpfungssteuer (Irap) für Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitenden höhere Löhne zahlen, zusammen. Diese Regelung soll ab 2025 in Kraft treten. Dabei betonte er, dass die Idee von allen Beteiligten geteilt werde, die Umsetzung jedoch herausfordernd sei.
Gemeinsam mit Landesrätin Magdalena Amhof wurden die Sozialpartner – Vertreter von Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden – aufgerufen, pragmatische Maßnahmen vorzuschlagen, die bereits in die Haushaltsplanung 2025 einfließen können. Diese Kriterien sollen ab 2025 gelten, wobei eine Anpassung und Weiterverhandlung nach der Einführung vorgesehen ist. Das Vorhaben ist auch ein Schritt zur Umsetzung eines im April 2024 verabschiedeten Beschlussantrags des Südtiroler Landtags.
In der Diskussion brachten die Gewerkschaften und Wirtschaftsverbände ihre Zustimmung zum Ausdruck, wiesen jedoch auf die unterschiedlichen Arbeitsrealitäten in Südtirol hin. Es sei wichtig, bestehende Zusatzverträge und die besonderen Anforderungen von Unternehmen ohne Mitarbeitende zu berücksichtigen. Zudem sollten Themen wie Familienfreundlichkeit, faire Arbeitsbedingungen und Nachhaltigkeit in den Kriterien berücksichtigt werden.
Kompatscher zeigte sich zuversichtlich, dass eine pragmatische Lösung für 2025 gefunden werde. Neben den steuerlichen Maßnahmen wurde auch die Wiedereinführung des Josefitages als Landesfeiertag besprochen. Kompatscher und Amhof forderten die Sozialpartner auf, hierzu eine klare Entscheidung zu treffen, damit das Land weitere Schritte einleiten kann.
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