Romgefälliger Kuschelkurs: Süd-Tiroler Freiheit kritisiert Landeshauptmann Kompatscher scharf07 / 09 / 2024

Darkmode
◄ Zurück zur Übersicht

Romgefälliger Kuschelkurs: Süd-Tiroler Freiheit kritisiert Landeshauptmann Kompatscher scharf07 / 09 / 2024

Süd-Tiroler Freiheit übt scharfe Kritik an Landeshauptmann Arno Kompatscher


Die Süd-Tiroler Freiheit geht nun frontal gegen Landeshauptmann Arno Kompatscher vor. Der Grund für die scharfe Kritik sind die schleppenden Verhandlungen zum Ausbau der Autonomie zwischen Bozen und Rom.

Landtagsabgeordneter Sven Knoll äußerte sich enttäuscht: „Arno Kompatscher hatte für Juni ein umfassendes Reformpapier zur Wiederherstellung und Erweiterung der Autonomie angekündigt. Da dies ausblieb, verschob er die Hoffnungen auf den Herbst. Jetzt ist September, aber es gibt weiterhin keine Fortschritte, und die Vertreter des neofaschistischen Koalitionspartners drohen bereits mit einem vollständigen Zusammenbruch der Autonomie.“

Knoll wirft Kompatscher vor, sich mit einem „romgefälligen und neofaschistischen Kuschelkurs“ verspekuliert zu haben und damit die Südtirol-Autonomie zu gefährden. „Am Tag der Autonomie gab es daher nichts zu feiern“, stellt Knoll fest. Er bezeichnet die Bilanz Kompatschers als einen „Scherbenhaufen der Autonomie“ und wirft ihm vor, der Südtiroler Politik großen Schaden zugefügt zu haben.

Knoll listet die vermeintlichen Mängel Kompatschers auf:

  • Das Gesundheitswesen sei unter Kompatscher schwer beschädigt worden.
  • Die Corona-Politik habe die Bevölkerung gespalten und die Bürger ihrer Rechte beraubt.
  • Die Ausländerkriminalität sei während seiner Amtszeit außer Kontrolle geraten, und das Leben der Bürger sei unerschwinglich geworden.
  • Die deutsche Schule werde von Kompatscher „an die Wand gefahren“.
  • Die Koalition mit den neofaschistischen Fratelli d’Italia habe das Ansehen Südtirols geschädigt.
  • Versprechen wie die Heimholung der Energie, die Autobahnkonzession und die Reduzierung des Lkw-Verkehrs wurden nicht umgesetzt.
  • Vor allem im Bereich der Autonomie habe Kompatscher versagt, da der Ausbau der Autonomie nicht vorankomme, sondern weiter beschnitten werde.

Knoll schließt mit der Feststellung, dass diese Schadensbilanz nur die Spitze des Eisbergs sei und deutlich mache, dass sich Südtirol in die falsche Richtung entwickle. „Die Drohungen von Fratelli d’Italia gegen unsere Autonomie sind eine inakzeptable Entgleisung und erfordern eine entschlossene Antwort, nicht ohnmächtiges Schweigen. Südtirol darf sich von Rom nicht länger auf der Nase herumtanzen lassen“, so Knoll abschließend.

Offizielle Pressepartner