Das Jahr 2024 stellte die Winzer vor erhebliche Herausforderungen im Weinbau.09 / 09 / 2024
In Südtirol hat die diesjährige Weinlese begonnen, mit den ersten Trauben für Sektgrundweine und frühreifen Sorten aus tieferen Lagen. Der Start der Ernte markiert das Ende einer herausfordernden Wachstumsphase. „Trotz der schwierigen Bedingungen in den vergangenen Monaten sind wir optimistisch – sowohl hinsichtlich der Qualität des Jahrgangs 2024 als auch in Bezug auf die Marktsituation“, sagt Andreas Kofler, Präsident des Konsortiums Südtirol Wein.
Das Jahr 2024 stellte die Südtiroler Winzer vor große Hürden. „Besonders die kühlen und verregneten Phasen im Frühjahr und Frühsommer haben uns stark belastet“, erklärt Kofler. Vor allem die erhöhte Gefahr von Reb- und Traubenkrankheiten aufgrund des feuchten Wetters bereitete den Winzern Sorgen. Doch die überschaubare Größe der meist familiengeführten Weinbaubetriebe ermöglichte es, jeder Rebe intensive Pflege und Expertise zukommen zu lassen. „Unsere Winzer konnten durch ihre Hingabe und das hohe Fachwissen viel bewirken“, betont Kofler.
Auch wenn es noch zu früh sei, eine genaue Prognose für die Ernte oder den Jahrgang 2024 zu erstellen, habe der heiße August viele der Probleme des kühlen Sommerbeginns ausgeglichen. „Die bisherigen Anzeichen stimmen uns zuversichtlich“, fügt Kofler hinzu.
In Bezug auf die Weinmärkte zeigt sich der Präsident ebenfalls optimistisch. Zwar seien diese hart umkämpft, aber die Südtiroler Weinproduzenten seien gut aufgestellt und aktiv in den Märkten präsent. Zudem profitierten sie vom aktuellen Trend zu frischen Weißweinen und leichteren Rotweinen. „Südtirol bietet eine große Vielfalt an Rebsorten und Terroirs, und viele unserer Weine passen perfekt zu den globalen Trends. Das Potenzial ist enorm – vielleicht sogar größer als je zuvor“, schließt Kofler.
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