Der Satyr von Veji Hauptattraktion der Etruskerausstellung im TreviLab16 / 09 / 2024

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Der Satyr von Veji Hauptattraktion der Etruskerausstellung im TreviLab16 / 09 / 2024

Etrusker-Ausstellung vom 24. Oktober bis 2. Februar im TreviLab in Bozen – Hauptattraktion „Satyr von Veji“ aus Etruskermuseum Villa Giulia in Rom

(Foto: Nationales Etruskermuseum Villa Giulia)

Der Satyr von Veji ist ein kunstvoll gestaltetes Antefix aus dem 5. Jahrhundert v. Chr., das einst das Heiligtum von Portonaccio in der antiken etruskischen Stadt Veji zierte. Veji, etwa 15 Kilometer nordwestlich von Rom am Fluss Cremera gelegen, entstand aus Siedlungen der Villanovakultur und war in der Blütezeit der etruskischen Zivilisation eine Stadt mit mehreren tausend Einwohnern. Vor kurzem wurde Veji unter die Verwaltung des Nationalen Etruskermuseums Villa Giulia gestellt, das auch den beeindruckenden Dekorzyklus und die Votivstatuen des Heiligtums von Portonaccio beherbergt.

Ein „Antefix“ ist ein dekoratives Element, das die Stirnziegel auf den Dächern von Tempeln schmückte. Einige dieser Verzierungen zeigten Pflanzenmotive, während andere, wie der Satyr von Veji, mit mythologischen Figuren ausgestattet waren. Der Satyr schmückte den großen Tempel der Stadt, der den Göttern Apollo, Herkules und Tinia (dem etruskischen Zeus) geweiht war. Besonders bemerkenswert ist, dass dieses Artefakt seine ursprüngliche Bemalung in Schwarz, Rot und Ocker fast vollständig erhalten hat. Vor seiner Ausstellung in Bozen wurde der Satyr nur einmal außerhalb des Nationalen Etruskermuseums Villa Giulia gezeigt, bei einer großen Etrusker-Ausstellung in Karlsruhe.

Die Ausstellung „Etrusker. Künstler und Handwerker“ findet vom 24. Oktober bis 2. Februar im TreviLab in Bozen statt und wird vom Land Südtirol in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Etruskermuseum Villa Giulia organisiert. Unter der Leitung von Luana Toniolo und der wissenschaftlichen Kuratierung von Valentina Belfiore und Maria Paola Guidobaldi wird diese Ausstellung ermöglicht.

Das Zentrum Trevi, geleitet von Antonio Lampis, fördert seit vielen Jahren das Kunstverständnis und soll laut dem italienischen Kulturlandesrat Marco Galateo das Interesse an der Kultur und dem künstlerischen Erbe, das in Italiens Museen bewahrt wird, lebendig halten.

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