„Methoden von gestern reichen nicht mehr aus“20 / 09 / 2024
Spitzentreffen für bürgernahe Landesverwaltung – Landesregierung und Führungskräfte treiben die Verwaltungsvereinfachung voran

Die Landesregierung hat sich am 20. September in einer ganztägigen Sitzung intensiv mit dem Thema „Bürgernahe Landesverwaltung“ befasst. Im Fokus standen der notwendige Kulturwandel zur Bewältigung der Digitalisierung und des Generationswechsels in der öffentlichen Verwaltung. Landeshauptmann Arno Kompatscher betonte dabei, dass die Methoden der Vergangenheit nicht mehr ausreichen und eine stärkere Nutzer- und Kundenorientierung erforderlich sei.
Im Vorfeld der Sitzung wurden 1.250 konkrete Verbesserungsvorschläge durch eine Mitarbeiterbefragung gesammelt. In den kommenden drei Monaten sollen diese Vorschläge geprüft und entweder umgesetzt oder mit einer nachvollziehbaren Begründung abgelehnt werden. Generaldirektor Alexander Steiner unterstrich die Bedeutung der Verwaltungsvereinfachung und der Veränderung der Organisationskultur als zentrale Führungsaufgaben.
Während des Treffens arbeiteten 40 Führungskräfte an strategischen Themen wie der Bindung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, der Verbesserung der Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt, der Digitalisierung und einer klaren Kommunikation. Kompatscher hob in diesem Zusammenhang die Weiterentwicklung des eGovernment-Portals mycivis hervor, das bis Anfang 2026 in einer neuen Version online gehen soll. Ziel ist es, den Bürgerinnen und Bürgern einen personalisierten Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen sowie eine transparente Kommunikation mit der Verwaltung zu bieten.
Zudem wurde eine erste Analyse zu den Vor- und Nachteilen der Einkommens- und Vermögenserklärungen EEVE und ISEE präsentiert, um mögliche Vereinheitlichungen in Zusammenarbeit mit Sozial- und Familienverbänden zu prüfen.
Das nächste Spitzentreffen zur Fortschrittsüberprüfung ist für spätestens Frühjahr 2025 geplant.
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