Trotz häufiger Überschreitungen der Grenzwerte verbessert sich die Luftqualität in Südtirols Städten kontinuierlich.21 / 09 / 2024
In Südtirol wurden die Grenzwerte für Feinstaub und Ozon in diesem Jahr mehrfach überschritten. Dennoch hat sich die Luftqualität in den letzten Jahren insgesamt verbessert.
In diesem Jahr wurde der Richtwert für Feinstaub PM 2,5 an der Brennerautobahn bei Neumarkt bereits 60 Mal überschritten, in Leifers 52 Mal und in der Claudia Augusta-Straße in Bozen 44 Mal. Diese Zahlen erscheinen alarmierend.
Luca Verdi, der Direktor des Labors für Luftanalysen, erklärt jedoch, dass diese Richtwerte lediglich Empfehlungen sind und erst durch eine EU-Richtlinie rechtlich bindend werden. Tatsächlich hat die Feinstaubbelastung in den letzten Jahren abgenommen, was Verdi hauptsächlich emissionsärmeren Fahrzeugen zuschreibt.
Zukünftig sollen Tagesschwellen anstelle von Jahresgrenzwerten eingeführt werden, wie in den ambitionierten EU-Zielen für die Luftqualität vorgesehen. Verdi betont: „Diese Ziele sind nicht über Nacht erreichbar, aber insgesamt hat sich die Luftqualität in den letzten Jahren und Jahrzehnten verbessert.“
Die Verbesserung der Feinstaubwerte in Südtirol ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen, wobei Verdi besonders die neuen Euro-Klassen hervorhebt: „Vor allem Euro 6 beim Diesel hat erheblich zur Reduktion beigetragen. Die Messwerte sind sowohl in städtischen als auch in ländlichen Gebieten deutlich gesunken.“
Auch die Ozonwerte zeigen in den letzten Jahren eine positive Entwicklung. In diesem Sommer war die Belastung geringer als in anderen heißen Sommern. Wann die neue EU-Richtlinie in Kraft tritt und die von der WHO empfohlenen Grenzwerte rechtlich bindend werden, ist derzeit noch unklar und hängt von der neuen EU-Kommission ab.
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