Jenesien zeigt den Weg: Gemeinden und Land arbeiten an Klimaplänen27 / 09 / 2024

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Jenesien zeigt den Weg: Gemeinden und Land arbeiten an Klimaplänen27 / 09 / 2024

Land und Gemeinden bündeln Kräfte – Gemeinde Jenesien präsentiert Klimastrategien

(Foto: LPA/Patrizia Corriero)

Immer mehr Gemeinden in Südtirol nehmen den Klimaschutz ernst und erarbeiten ihre Klimapläne. Heute (27. September) präsentierte auch die Gemeinde Jenesien ihren Klimaplan in groben Zügen. Bereits seit 2013 verfolgt die Gemeinde das Thema systematisch.

Südtirol strebt an, bis 2040 klimaneutral zu sein, und die Gemeinden spielen dabei eine entscheidende Rolle. Sie müssen bis 2025 ihre Dekarbonisierungsziele festlegen und bis 2027 ihre Klimapläne vorlegen, die an den Leitlinien des Landes ausgerichtet sind. Das Land und der Südtiroler Gemeindenverband haben dazu gemeinsame Leitlinien erarbeitet, um eine Harmonisierung der lokalen und regionalen Klimapläne zu gewährleisten.

Jenesiens Engagement für den Klimaschutz

Der Bürgermeister von Jenesien, Paul Romen, betonte das ernsthafte Engagement der Gemeinde: „Wir haben 2022 bereits unseren Klimaplan genehmigt und wollen die Bevölkerung aktiv einbinden.“ Schwerpunktmäßig befasse man sich mit den Themen Wasser, Sonnenenergie und nachhaltiger Mobilität, wie etwa der geplanten Seilbahnverbindung Bozen-Jenesien.

Die Gemeinde habe mit der Energiebuchhaltung begonnen, um den Wasser- und Energieverbrauch öffentlicher Gebäude zu erfassen, erklärte die Umweltreferentin Monika Mair. Jenesien arbeitet zudem an Projekten wie der Klimaschule, Green Events und Pendler-Aktionen. Der Klimaplan diene als Richtungsweiser, der in drei Teile gegliedert sei: Ist-Zustand, Maßnahmenkatalog und Anpassungen an den Klimawandel. So wurde zum Beispiel eine Beregnungsleitung für die Landwirtschaft gebaut, um die Wasserknappheit zu bekämpfen.

Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg

Landeshauptmann Arno Kompatscher betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Land und Gemeinden, um die Klimaziele zu erreichen: „Bis zu 90 Prozent der Klimaschutzmaßnahmen werden in den Gemeinden umgesetzt.“ Auch der Präsident des Gemeindenverbands, Andreas Schatzer, unterstrich, dass jede Gemeinde mit Maßnahmen wie öffentlichem Nahverkehr, Radmobilität und der Förderung regionaler Produkte einen Beitrag leisten könne.

Finanzielle Unterstützung für die Gemeinden

Das Land unterstützt die Erstellung der Klimapläne finanziell mit bis zu 80 Prozent der zugelassenen Kosten. Die genehmigten Pläne sollen zur Erhöhung der Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden, zur Reduktion von CO₂-Emissionen und zum vermehrten Einsatz von erneuerbaren Energien beitragen. Lichtverschmutzung soll ebenfalls reduziert werden.

Die Gemeinden können auch indirekt durch Sensibilisierungskampagnen und Maßnahmen in Bereichen wie Grünflächen, Fahrradwege und Carsharing zur Umsetzung der Klimaziele beitragen.

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